George Lucas rechnet mit Hollywoods KI-Kritikern ab

George Lucas rechnet mit Hollywoods KI-Kritikern ab

- Nicole Vasiljuk
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugen

George Lucas (82) hat sich jetzt deutlich zur Zukunft von künstlicher Intelligenz in Hollywood geäußert. Der Star Wars-Schöpfer sprach im Magazin "A Rabbit's Foot" darüber, welche Rolle KI beim Filmemachen künftig spielen werde, und machte klar, dass er Widerstand dagegen für zwecklos hält. Stattdessen müsse die Branche akzeptieren, dass die Technologie zu einem zentralen Werkzeug des modernen Kinos werde und den gesamten Produktionsprozess verändern wird. Um seinen Standpunkt zu verdeutlichen, zog George einen historischen Vergleich: Wer heute gegen KI argumentiere, sei wie jemand, der einst auf Pferd und Kutsche bestand und das Auto verteufelte.

Der Filmemacher betont in dem Interview, dass KI das Filmemachen deutlich erleichtern könne. "Wenn du eine KI willst, die dir sagt, wann etwas gefälscht ist und woher es kommt, kann KI das tun", sagte er. "Menschen können das nicht, wir sind nicht so schlau." Gleichzeitig betonte er, dass die moralische Verantwortung für das Handeln beim Menschen bleibe: "Du bist ein Mensch, du bist verantwortlich für das, was du sagst und tust." Deutlich wurde George auch bei einem anderen Thema. Von Fokusgruppen hält er weiterhin wenig. "Ich mag Fokusgruppen nicht – das Publikum weiß nicht, was es sehen will", erklärte er dem Magazin. Studios würden aus Zuschauerreaktionen oft die falschen Schlüsse ziehen und so zulassen, dass das Publikum den Film mitschreibe. Für George entsteht Kino anders: durch Menschen mit einer Geschichte und Leidenschaft, nicht durch reine Anpassung an Fanwünsche.

George hat auch in der Vergangenheit klargemacht, dass ihn die Kritik mancher Fans an "Star Wars" nicht aus der Ruhe bringt. Vor allem der Vorwurf, die Reihe sei zu kindisch, lief für ihn ins Leere. Für ihn zeigt das, dass Zuschauerreaktionen zwar interessant sein können, kreative Entscheidungen aber nicht komplett davon abhängen sollten. "Das Publikum geht ins Kino, weil Geschichten es emotional bewegen", so Lucas. "Kunst ist ein emotionales Medium." Der Regisseur gehört seit Jahrzehnten zu den prägendsten Figuren der Filmwelt. Mit "Star Wars" und Indiana Jones schuf er zwei der bekanntesten Reihen überhaupt.

George Lucas, April 2025
Getty Images
George Lucas, April 2025
Star Wars, 1977
United Archives GmbH
Star Wars, 1977
"Indiana Jones und das Rad des Schicksals" auf der Kinoleinwand
Getty Images
"Indiana Jones und das Rad des Schicksals" auf der Kinoleinwand
Wie findet ihr Georges Vergleich: KI-Gegner sind wie Kutschen-Fans im Autozeitalter?