Gesicht rekonstruiert: Katie Piper wehrt sich gegen KI-Fotos
Katie Piper (42) hat sich auf Instagram gegen Internet-Trolle zur Wehr gesetzt, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz ein Foto von ihr verändert haben. Die britische Moderatorin, die im Jahr 2008 Opfer eines brutalen Säureangriffs wurde, entdeckte, dass jemand ein Bild von ihr in die KI-Software Grok hochgeladen und darum gebeten hatte, ihr Gesicht zu reparieren. In ihrem Post stellte Katie das Originalfoto neben die KI-generierte Version und nutzte die Gelegenheit, um eine wichtige Botschaft zu senden. Die Moderatorin schrieb: "Seitdem wurde ich immer wieder in einem Thread markiert, in dem Menschen über mein Aussehen diskutieren und KI-generierte Versionen davon teilen, wie ich 'aussehen sollte'."
In ihrem langen Statement erklärt Katie, dass es ihr nicht um Bestätigung gehe, sondern um eine größere gesellschaftliche Frage: "Ich frage mich, was passiert, wenn das nicht an jemanden gerichtet ist, der fast zwei Jahrzehnte damit verbracht hat, sein Selbstbewusstsein wieder aufzubauen. Was passiert, wenn es ein Teenager ist? Jemand, der frisch verletzt wurde?" Sie betont, dass KI-generierte Bilder subtil Vorstellungen davon stärken, was als normal, akzeptabel oder schön gilt, und dass diese Botschaften Millionen von Menschen unbewusst erreichen. Unter ihrem Beitrag meldeten sich zahlreiche Promis zu Wort. Sängerin Paloma Faith (44) schrieb: "Du bist wunderbar so wie du bist, und ich verzweifle auch für die Kinder." Tallia Storm (27) kommentierte: "Ich schicke dir so viel Liebe, du bist unglaublich."
Der Säureangriff auf Katie liegt nun fast zwei Jahrzehnte zurück. Ihr damaliger Ex-Freund Daniel Lynch hatte den Anschlag im Jahr 2008 in Auftrag gegeben und wurde dafür zu einer lebenslangen Haftstrafe mit einer Mindestdauer von 16 Jahren verurteilt. Bei dem Angriff verlor Katie das Sehvermögen auf einem Auge und erlitt schwere Verbrennungen. In ihrem Buch "Still Beautiful" beschreibt sie die Erlebnisse im Krankenhaus. Sie wurde zwölf Tage lang in ein künstliches Koma versetzt und musste seither hunderte Operationen über sich ergehen lassen. Seitdem setzt sich Katie öffentlich für längere Haftstrafen bei Gewalt gegen Frauen ein.










