Richard Gere bereut ausgerechnet zwei große Film-Hits
Richard Gere (76) gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gesichtern Hollywoods – doch der Schauspieler blickt auf zwei seiner größten Erfolge mit deutlichen Zweifeln zurück. Ausgerechnet "Pretty Woman" und "Ein Offizier und Gentleman", beide Mega-Hits, die ihn endgültig zum Weltstar machten, bezeichnet er laut filmstarts.de als Fehler. Bereits 1993 sprach er offen im Interview mit dem Magazin Movieline darüber. Dass er überhaupt für diese Rollen zusagte, hatte einen besonderen Grund: Es war in beiden Fällen Produzent Jeffrey Katzenberg, der an seine Tür klopfte – ein enger Freund, der damals zunächst bei Paramount und später bei Disney arbeitete.
Gegenüber Movieline erklärte Richard: "'Pretty Woman' ist etwas, das ich nie gemacht hätte. Genauso wenig wie 'Ein Offizier und Gentleman'. Ich hatte überhaupt kein Interesse an diesen Drehbüchern." Zuvor hatte er sich bewusst eine Auszeit genommen – mit dem Ergebnis, dass die Angebote ausblieben. "Ich habe meine Karriere so weit verpfuscht, dass kaum noch jemand sagt: 'Holen wir Gere, um das zu machen.' Ich musste ein bisschen kriechen, um Drehbücher angeboten zu bekommen", so der Schauspieler weiter. Er übernahm damals also Rollen, an denen er wenig Interesse hatte – und glaubte, dass ihm diese Entscheidungen langfristig schadeten, weil er danach kaum noch mit guten Skripten bedacht wurde. Den Thriller 'Internal Affairs' von 1990, in dem er einen korrupten Cop spielte, bewertete er dagegen positiv: Das Projekt sei eine seiner liebsten Erfahrungen und einer seiner Lieblingsfilme geworden.
Trotz aller Kritik an "Pretty Woman" kehrte Richard neun Jahre nach dem Erscheinen des Films zu Regisseur Garry Marshall (†81) und seiner Leinwandpartnerin Julia Roberts (58) zurück. Gemeinsam drehten sie die romantische Komödie "Die Braut, die sich nicht traut". Begonnen hatte Richards Karriere in den 1970er-Jahren. Seinen ersten großen Durchbruch feierte er 1978 mit dem Film "In der Glut des Südens" unter Regisseur Terrence Malick – den er bis heute als seinen besten Film bezeichnet. Den endgültigen kommerziellen Durchbruch erzielte er dann 1980 mit "Ein Mann für gewisse Stunden".










