Organe versagten: Phil Collins stand an der Schwelle zum Tod
Phil Collins (75) blickt auf eine der schwersten Zeiten seines Lebens zurück. Der Musiker hat nun erstmals ausführlich über die dramatische Gesundheitskrise gesprochen, die ihn im April 2024 beinahe das Leben gekostet hätte. Im Interview mit der Sunday Times schilderte er, wie nach seinem Kampf gegen die Alkoholsucht plötzlich seine Nieren und weitere Organe versagten. Die Lage war so ernst, dass seine Kinder ans Krankenbett gerufen wurden, um sich womöglich von ihrem Vater zu verabschieden. "Es gab einige Entscheidungen zu treffen, so nach dem Motto: 'Halten wir Phil an lebenserhaltenden Maßnahmen?'", berichtete er dem Magazin und ergänzte: "Meine Nieren versagten, meine Organe streikten einfach. Die Leute kamen, um sich zu verabschieden."
Das Erschreckende daran: Phil selbst bekam von der lebensbedrohlichen Situation nichts mit. "Ich erinnere mich nicht daran, dass sie kamen. Ich hatte keine Ahnung, was gerade passierte. Sie alle hatten Angst, mich nicht mehr wiederzusehen. Es hätte alles so schrecklich falsch laufen können", erzählte er. Heute lebt der 75-Jährige in der Schweiz, in einem Haus nahe des Genfersees, und wird von einer fest angestellten Pflegekraft unterstützt. Nach mehreren Wirbelsäulen- und Knieoperationen ist er auf Krücken angewiesen und leidet zudem an Typ-2-Diabetes.
Über seinen Kampf gegen die Alkoholsucht hatte der Sänger bereits in seinen 2016 erschienenen Memoiren "Not Dead Yet" gesprochen. Darin schilderte er, wie er mit 55 Jahren alkoholabhängig wurde: "Ich hatte zu viel Zeit. Die riesige Leere, das Vakuum – ich musste es irgendwie füllen. Ich habe es mit Alkohol gefüllt. Und das hätte mich fast umgebracht." Trotz seiner gesundheitlichen Probleme blickt der fünffache Vater, zu dessen Kindern auch Schauspielerin Lily Collins (37) gehört, weiterhin nach vorn. Einen Wunsch hat er bis heute: "Ich würde gerne wieder verliebt sein", sagte er der Sunday Times und fügte hinzu: "Ich würde gerne jemanden küssen. Das sind ziemlich grundlegende Dinge." Ob das noch möglich sei, bezweifelt er allerdings selbst: "Es ist wahrscheinlich zu spät dafür."








