Mitch Winehouse scheitert vor Gericht und muss zahlen

Mitch Winehouse scheitert vor Gericht und muss zahlen

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min
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Mitch Winehouse (75) hat einen herben juristischen Rückschlag erlitten. Der Vater der 2011 verstorbenen Sängerin Amy Winehouse (†27) verlor einen Rechtsstreit vor dem Londoner High Court gegen zwei enge Freundinnen seiner Tochter – Naomi Parry und Catriona Gourlay. Mitch hatte die beiden Frauen verklagt, weil sie bei US-amerikanischen Auktionen in den Jahren 2021 und 2023 persönliche Gegenstände Amys versteigert hatten. Er warf ihnen vor, die Verkäufe absichtlich vor ihm verheimlicht zu haben. Nun wurde er dazu verurteilt, den Frauen zusammen fast eine Million Pfund (etwa 1,2 Millionen Euro) zu zahlen. Hinzu kommen die Anwaltskosten auf Entschädigungsbasis. Die gesamten Rechtskosten summieren sich auf mindestens 950.000 Pfund (1,1 Millionen Euro).

Die zuständige Richterin Sarah Clarke hatte die Klage bereits zu Beginn des Jahres abgewiesen, berichtet der "Mirror". Sie kam zu dem Schluss, dass Mitch von den Auktionsplänen von Anfang an gewusst hatte. Erst im Nachhinein sei er den Frauen gegenüber laut Urteil "aggressiv und unangenehm" aufgetreten, um Geld von ihnen zu bekommen. Er habe den beiden Frauen "ernsthaften und unbegründeten Vorwürfen" ausgesetzt, die ihrem Ruf, ihren beruflichen Aussichten, ihrer finanziellen Sicherheit und ihrer Gesundheit geschadet hätten. "Die Tatsache, dass er dies wissentlich und absichtlich zwei jungen Frauen angetan hat, die Amy treu zur Seite gestanden hatten – und auch ihm und seiner Familie –, und die über viele Jahre ihre Ehrlichkeit und Integrität bewiesen hatten, macht sein unangemessenes Verhalten besonders schwerwiegend", zitiert "Mirror" aus dem Urteil. Laut Richterin Clarke habe Mitch den Fall gezielt in ein aufwendiges und kostspieliges Verfahren verwandelt, unter anderem indem er sehr spät weitere Klagepunkte ergänzen wollte. Dadurch habe sich der ursprünglich auf sechs Tage angesetzte Prozess im Dezember und Januar um drei weitere Tage verlängert.

Naomi und Catriona gehörten jahrelang zum engen Umfeld der "Back to Black"-Interpretin, standen der Sängerin in guten wie in schwierigen Phasen zur Seite und blieben auch nach Amys Tod 2011 mit Mitch und den Angehörigen in Kontakt. Die Objekte, die sie später versteigerten, stammten aus der gemeinsamen Zeit mit Amy und aus Erinnerungsstücken, die sie selbst im Lauf der Jahre gesammelt hatten. Amy war im Juli 2011 im Alter von 27 Jahren in ihrem Haus im Londoner Stadtteil Camden an einer Alkoholvergiftung gestorben. Bis heute erinnern Fans und Weggefährten regelmäßig an die Musikerin, deren kurzer, aber intensiver Lebensweg viele enge Beziehungen prägte, die durch das jetzige Urteil erneut in den Fokus der Öffentlichkeit geraten.

Amy Winehouse und ihr Vater Mitch in London, 2008
Getty Images
Amy Winehouse und ihr Vater Mitch in London, 2008
Amy Winehouse mit ihren Eltern Mitch und Janis, 2008
REX FEATURES LTD. / ActionPress
Amy Winehouse mit ihren Eltern Mitch und Janis, 2008
Amy Winehouse, Sängerin
Roger Kisby / Getty Images
Amy Winehouse, Sängerin
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