Pete Davidson erklärt: Das verstehen Leute an Kanye nicht

Pete Davidson erklärt: Das verstehen Leute an Kanye nicht

- Hannah Kändler
Lesezeit: 3 min
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Pete Davidson (32) hat sich erstmals ausführlicher zu den heftigen Attacken geäußert, denen er während seiner Beziehung mit Kim Kardashian (45) ausgesetzt war. Im Gespräch mit Variety blickte der Comedian auf die Zeit zurück, in der Kims damaliger Noch-Ehemann Ye (49) ihn öffentlich ins Visier nahm – mit Social-Media-Posts, abfälligen Spitznamen und gewaltverherrlichenden Songzeilen. Besonders schwer wog für ihn, dass der Rapper ihn trotz seiner bekannten psychischen Erkrankungen sinngemäß dazu aufgefordert habe, sich das Leben zu nehmen. "Was mich wirklich fertiggemacht hat: Ich bin mit psychischen Themen sehr offen umgegangen – das weiß jeder über mich – und es war, als würde er sagen: 'Bring dich um.' Und er hat mich tatsächlich angetrieben", schilderte Pete. Trotz dieser Erfahrung blickt er heute erstaunlich verständnisvoll auf den Musiker. Öffentlicher Druck, psychische Probleme und persönliche Verluste könnten einen Menschen seiner Ansicht nach an einen zerstörerischen Punkt bringen, wie BuzzFeed berichtet.

Er selbst habe nur einen winzigen Teil dessen erlebt, was der Rapper tagtäglich aushalten müsse, betonte Pete gegenüber Variety. "Was die Leute an diesem Typen nicht verstehen – und ich bin nicht einmal ein Millionstel so talentiert, einflussreich oder mächtig wie er, aber ich habe einen Bruchteil dessen erlebt, womit er öffentlich umgehen musste – ist: So etwas kann das auslösen", erklärte er. Verschärft werde die Lage womöglich durch Menschen im Umfeld, die dem Musiker gefallen oder ihn gezielt reizen wollten: "Wenn die Leute dir ständig in den Hintern kriechen, dich ununterbrochen antreiben und provozieren und dir keine Liebe zeigen, willst du alles niederbrennen." Pete glaubt nicht, dass Ye seine antisemitischen Äußerungen tatsächlich so empfindet. Vielmehr habe dieser irgendwann mit immer extremeren Aussagen um sich geschlagen, um seine Ruhe zu haben. Im März 2022 gipfelte der öffentliche Streit schließlich in einem Knetanimationsvideo zu "Eazy", in dem eine Pete ähnelnde Figur entführt und lebendig begraben wird. Heute blickt der Comedian mit Humor auf die turbulente Zeit zurück: "Ich denke gern, dass ich das für sie aus dem Weg geräumt habe, denn wer auch immer dieser Mann gewesen wäre, hätte es abbekommen. Ich habe ihr den Weg zurück in den Datingpool freigemacht."

Näher kennengelernt hatten sich Pete und Kim am Set von "Saturday Night Live" und waren von Oktober 2021 bis August 2022 ein Paar. Die Unternehmerin hatte bereits im Februar 2021 die Scheidung von Ye eingereicht, mit dem sie vier Kinder hat. Neben den Angriffen des Rappers setzte dem Comedian aber auch der Alltag im Umfeld der Kardashian-Jenner-Familie zu: ständige Beobachtung, Bodyguards, Kameras und das Gefühl, permanent über die Schulter schauen zu müssen. Pete, der offen über seine Borderline-Persönlichkeitsstörung, eine posttraumatische Belastungsstörung, chronische Depressionen und frühere Suchtprobleme spricht, empfand dieses Leben im Rampenlicht als zu viel. Über Kim selbst äußert sich Davidson dagegen ausschließlich positiv. Sie habe ihn zu nichts gedrängt, und auch heute empfinde er noch viel Zuneigung für seine Ex-Freundin. Mittlerweile würden sie sich gut verstehen. Mit Ye verbindet Davidson zudem eine schmerzhafte Gemeinsamkeit: Beide haben einen Elternteil verloren. Yes Mutter Donda West starb 2007, während Petes Vater Scott Matthew Davidson bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York ums Leben kam.

Pete Davidson promotet bei CinemaCon in Las Vegas den Film "How to Rob a Bank"
Getty Images
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Kim Kardashian und Kanye West im Februar 2020 in Beverly Hills
Getty Images
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Pete Davidson und Kim Kardashian im April 2022
Getty Images
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Könnt ihr Petes verständnisvollen Blick auf Yes Verhalten nachvollziehen?