Forensiker fand wohl neue Erkenntnisse im Epstein-Todesfall

Forensiker fand wohl neue Erkenntnisse im Epstein-Todesfall

- Sandrine Palme
Lesezeit: 2 min
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Im Fall des US-Unternehmers und verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66) könnten im November neue Erkenntnisse öffentlich werden. Der Gerichtsmediziner Michael Freeman kündigte laut bt.dk an, am 16. November Befunde zum Tod des Geschäftsmanns vorzustellen. Diese könnten die offizielle Feststellung infrage stellen, wonach Epstein während seiner Haft Suizid begangen habe. Freeman ist Professor und Chefredakteur einer forensischen Fachpublikation. Schon die Ankündigung seiner Präsentation sorgt für Aufmerksamkeit, schließlich beschäftigen die Umstände von Epsteins Tod Ermittler, Medien und die Öffentlichkeit seit Jahren. Welche konkreten Ergebnisse Freeman vorlegen möchte, ist bislang allerdings nicht bekannt. Angekündigt wurden lediglich Befunde, die von der bisherigen Einschätzung der Todesumstände abweichen könnten.

Die damalige Obduktion kam zu dem Ergebnis, dass Epstein durch Erhängen gestorben sei. Worauf Freemans neue Erkenntnisse basieren und welche Details gegen diese Schlussfolgerung sprechen könnten, hat der Gerichtsmediziner bislang nicht öffentlich erläutert. Von der geplanten Präsentation berichtete Mark Epstein, der jüngere Bruder des Verstorbenen, gegenüber CBS News. Er ist überzeugt, dass eine entsprechende Untersuchung zu einem früheren Zeitpunkt möglicherweise zu einer anderen Bewertung geführt hätte. "Wenn diese Art von Untersuchung früher durchgeführt worden wäre, wären sie nicht zu dem Schluss gekommen, dass es sich um Suizid handelte", erklärte er dem Sender. Mark hatte bereits mehrfach öffentlich Zweifel an der offiziellen Darstellung des Todes seines Bruders geäußert. Ob Freemans angekündigte Befunde diese tatsächlich stützen, dürfte sich bei der Präsentation im November zeigen.

Jeffrey Epstein starb in einem New Yorker Gefängnis, während er auf seinen Prozess wartete. Gegen ihn standen Vorwürfe des Menschenhandels und des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im Raum. Auch Jahre nach seinem Tod sorgt der Fall international weiterhin für Aufmerksamkeit. Im Januar veröffentlichte das US-Justizministerium Millionen Dokumente, die unter anderem Epsteins Kontakte zu Politikern, Mitgliedern von Königshäusern und vermögenden Persönlichkeiten beleuchten. Die Veröffentlichungen hatten auch außerhalb der USA Konsequenzen. In Norwegen wurden beispielsweise öffentliche Anhörungen zu Verbindungen zwischen Epstein und hochrangigen Persönlichkeiten angesetzt. Königin Mette-Marit (53) muss dort nach aktuellem Stand nicht aussagen.

Jeffrey Epstein bei einer Feier, veröffentlicht vom House Oversight Committee
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Jeffrey Epstein bei einer Feier, veröffentlicht vom House Oversight Committee
Jeffrey Epstein in New York, 2015
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Jeffrey Epstein in New York, 2015
Königin Mette-Marit bei der Trauerfeier für Prinzessin Astrid in der Ris-Kirche in Oslo
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Königin Mette-Marit bei der Trauerfeier für Prinzessin Astrid in der Ris-Kirche in Oslo
Wie findet ihr es, dass die Todesumstände von Jeffrey erneut forensisch beleuchtet werden sollen?