Michael Douglas rechnet mit dem Nepo-Baby-Begriff ab

Michael Douglas rechnet mit dem Nepo-Baby-Begriff ab

- Sandra Wickert
Lesezeit: 3 min
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Mit dem Begriff "Nepo-Baby" kann Michael Douglas (82) wenig anfangen. Kurz vor dem Erscheinen seiner Autobiografie "One Helluva Ride" am 6. Oktober erklärte der Schauspieler im Gespräch mit The Sunday Times, was ihn an der Bezeichnung stört. "Da schwingt ein herablassender Unterton mit, der mich wirklich stört", sagte er dem Blatt. Dabei kennt Michael die Vorteile prominenter Familienbande aus eigener Erfahrung: Er trat einst selbst in die Fußstapfen seines berühmten Vaters Kirk Douglas und wurde Schauspieler. Umso mehr ärgert ihn, dass auch seine Kinder Dylan und Carys (23), die er mit Catherine Zeta-Jones hat, immer wieder als "Nepo-Babys" bezeichnet werden. Für den Hollywoodstar ist die Kritik daran schwer nachvollziehbar: "In jedem anderen Geschäft helfen alle Mütter und Väter ihren Kindern. Wir alle kennen die Unternehmen, deren Namen 'Soundso und Sohn oder Tochter' lauten", gab er zu bedenken.

Ein berühmter Vater kann Türen öffnen, doch eine erfolgreiche Karriere lässt sich damit aus Sicht von Michael Douglas nicht automatisch aufbauen. "Bei der Zahl der sogenannten 'Nepos' fallen mir nur sehr wenige Menschen ein, die eine solche Karriere hatten wie mein Vater und ich", betonte er gegenüber The Sunday Times. Seine Kinder gehen derweil ihre eigenen ersten Schritte. Dylan schloss 2022 sein Studium an der Brown University ab und übernahm 2025 eine Rolle in dem Thriller "I Will Come to You". Carys gab im Juli 2026 ihr professionelles Off-Broadway-Debüt in einer Produktion von Tschechows "Die Möwe". Auch Mutter Catherine Zeta-Jones hatte sich wenige Wochen zuvor gegenüber demselben Medium über den Ausdruck geärgert und ihn als "schrecklich" bezeichnet. "Diese Kinder haben nicht darum gebeten, in diese Familie hineingeboren zu werden, sie finden ihren eigenen Weg im Leben", stellte die Schauspielerin klar. Von der Begabung ihrer Kinder ist sie überzeugt. Andernfalls, so Catherine, würden sie und Michael ihnen zu einem anderen Berufsweg raten, etwa zu einem Jurastudium.

Doch auch abseits der "Nepo-Baby"-Debatte blickt Michael in seinen Memoiren auf prägende und schwierige Kapitel seines Lebens zurück. In "One Helluva Ride" spricht er unter anderem über seinen Alkoholismus und seinen Aufenthalt in einer Entzugsklinik. Auch seine langjährige Ehe mit Catherine Zeta-Jones nimmt in den Memoiren Raum ein. Die beiden lernten sich 1998 kennen und heirateten 2000. Im selben Jahr wurde ihr Sohn Dylan geboren, 2003 folgte Tochter Carys. Michael hat außerdem einen weiteren Sohn: Cameron stammt aus seiner früheren Ehe mit Diandra Luker. Kirk Douglas, der 2020 im Alter von 103 Jahren starb, kommt in der Autobiografie ebenfalls vor.

Michael Douglas beim "Looking Through Water"-Photocall im AMC Empire in New York City
Getty Images
Michael Douglas beim "Looking Through Water"-Photocall im AMC Empire in New York City
Kirk und Michael Douglas 2011
Getty Images
Kirk und Michael Douglas 2011
Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones, Schauspieler
Getty Images
Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones, Schauspieler
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