Dolly Partons Neffe ist Vorladung mit Stacheldraht entgangen

Dolly Partons Neffe ist Vorladung mit Stacheldraht entgangen

- Michelle Hinz
Lesezeit: 3 min
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Rund sechs Wochen nach dem Tod von Dolly Parton (†80) am 25. August wird der Streit zwischen ihrem Unternehmen She's Alive und ihrem Neffen Bryan Seaver immer kurioser. Der ehemalige Sicherheitschef der Countrysängerin soll laut Gerichtsunterlagen, die People nun vorliegen, versucht haben, einer gerichtlichen Vorladung zu entgehen. Gleich drei Anläufe, Bryan die entsprechenden Dokumente an seinem Wohnhaus zuzustellen, sollen ins Leere gelaufen sein. Beim zweiten Versuch standen demnach zwar vier Autos in der Einfahrt, doch niemand öffnete die Tür. Beim nächsten Zustellversuch soll der Zugang zum Haus regelrecht verbarrikadiert worden sein: "Schließlich befand sich auf dem Grundstück von Herrn Seaver im Vorgarten ein 'Betreten verboten'-Schild, und über den Handläufen, die zur Eingangstür führten, war Stacheldraht drapiert", heißt es in den Dokumenten.

Unterdessen kämpft Bryan darum, sich auf die juristische Auseinandersetzung vorzubereiten. Er beantragte kürzlich, die für den 9. Oktober angesetzte Anhörung zu verschieben, um einen Anwalt zu finden. Das Gericht gab dem Antrag statt und setzte den neuen Termin auf den 20. Oktober. She's Alive hält davon allerdings nur wenig und fordert, seine Schilderung der kurzfristigen Anwaltssuche "mit erheblicher Skepsis" zu betrachten. "Er wartete bis zum letzten Moment, um irgendetwas zu unternehmen, und das Gericht sollte dieses Verhalten nicht belohnen", heißt es laut Female First in den Unterlagen. Zudem habe Bryan bereits Anwälte, die offenbar bereit seien, ihn zu vertreten. Gleichzeitig geht es für den Neffen auch persönlich um weitreichende Vorwürfe: Dollys Manager Danny Nozell beantragte im Namen des Unternehmens eine einstweilige Verfügung gegen ihn. Darin wird Bryan unter anderem vorgeworfen, mit Verweis auf seinen militärischen Hintergrund Drohungen ausgesprochen und einen Erpressungsversuch unternommen zu haben. Bryan weist das zurück und bezeichnete die Maßnahme gegenüber ABC News als "haltlos und schlicht ein Werbegag".

Die Vorwürfe gegen Bryan reichen dabei bis in die Zeit vor Dollys Tod zurück. Laut Gerichtsunterlagen, die unter anderem TMZ vorliegen, soll Bryan im Zusammenhang mit Sicherheits- und Bauproblemen an Immobilien aggressive Nachrichten verschickt haben. Darin soll er unter anderem angekündigt haben, die gesamte Marke zu zerstören. Besonders brisant ist eine Äußerung, die er gegenüber Dollys Entertainmentanwalt gemacht haben soll: "Ich bin kein Mensch aus dem Unterhaltungsbereich. Ich bin ein Killer." Bryan bestreitet jedoch, dass damit eine tatsächliche Drohung verbunden gewesen sei. In seiner Stellungnahme erklärte er laut Female First: "Dolly nannte mich ihren Killer. Das war ein Witz, den wir in ihrem Umfeld benutzten." Ob der eskalierte Streit um Dollys Nachlass damit bald vor Gericht geklärt werden kann, dürfte sich spätestens bei der für den 20. Oktober angesetzten Anhörung zeigen.

Dolly Parton bei einer Pressekonferenz zu ihrem 50-jährigen Jubiläum beim Grand Ole Opry in Nashville
Getty Images
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Reba McEntire singt bei den 78. Primetime Emmy Awards in Los Angeles eine Hommage an Dolly Parton
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Dolly Parton, Hollywood, 9. Januar 2012
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