*NSYNC-Star Lance Bass bekam nur 35 Dollar Tagegeld
Millionenfach verkaufte Alben, kreischende Fans und ausverkaufte Hallen: Doch wie viel Geld bei Lance Bass (47) und seinen *NSYNC-Kollegen Justin Timberlake (45), JC Chasez (50), Joey Fatone (49) und Chris Kirkpatrick (54) in den Anfangsjahren ankam, war offenbar überschaubar. In der Webtalkshow "Zach Sang Show" erzählte der Sänger, dass die fünf zunächst in Europa und später auch in den USA Erfolge feierten, aber ein Tagegeld von lediglich 35 Dollar erhielten. "Wir hatten ein Tagegeld: 35 Dollar am Tag. Unser erster Scheck war ein Scheck über 10.000 Dollar nach Jahren mit Nummer-eins-Alben und ausverkauften Tourneen", berichtete er. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Musiker bereits zwei bis drei Jahre gearbeitet. Besonders bitter erscheint Bass die Summe im Rückblick angesichts der Millionen, die das Merchandising der Band eingebracht haben soll.
Auch heute fließen laut Lance noch Tantiemen, allerdings in überschaubarem Umfang. "Man bekommt auf jeden Fall Tantiemen, aber es ist nicht viel", stellte er in der Webtalkshow klar. Mit der verbreiteten Annahme, er habe durch *NSYNC ein Vermögen angehäuft, räumte er deutlich auf: "Es ist so seltsam, dass die Leute denken, ich sei durch *NSYNC stinkreich geworden. Nein. Überhaupt nicht." Das große Geld hätten vor allem andere verdient, allen voran das Plattenlabel und der inzwischen verstorbene Manager Lou Pearlman (†62). Diesen bezeichnete der Musiker als "einen der größten Betrüger aller Zeiten" und betonte, dass Pearlman ordentlich verdient habe. 2008 wurde der Manager wegen Verschwörung, Geldwäsche und Falschaussagen im Zusammenhang mit einem Insolvenzverfahren zu 25 Jahren Haft verurteilt. 2016 starb er im Gefängnis.
Lange hegte Lance deshalb Groll gegen den Manager und das Plattenlabel. Vor allem die Erwachsenen im Umfeld der Band hätten die jungen Sänger immer weiter angetrieben, statt dafür zu sorgen, dass sie finanziell abgesichert waren. Als *NSYNC 2002 eine Auszeit nahm, hätten die Mitglieder praktisch bei null anfangen müssen. Hinzu kam, dass ihnen ihr Boybandimage in der Musikbranche Spott eingebracht habe und sie nicht ernst genommen worden seien. Bereits 2023 hatte Lance in der "The Jess Cagle Show" über den Unterschied zwischen Ruhm und Reichtum gesprochen: "Wir waren berühmt, aber wir waren nicht reich." Damals erklärte er außerdem: "Ich habe nach *NSYNC viel mehr Geld verdient als während *NSYNC." Den Zusammenhalt in der Gruppe möchte er dennoch nicht missen. Seine vier Kollegen seien für ihn wie Brüder gewesen und hätten ihm geholfen, auf dem Boden zu bleiben. Bis heute stehen die fünf in engem Kontakt und sprechen jede Woche miteinander.




























