Hollywood-Regisseur soll Selma Blair brutal bedroht haben
Was Selma Blair (54) als junge Frau erlebt hat, lässt sie bis heute nicht los. In der "The Jenny McCarthy Show" berichtete die Schauspielerin von einem Casting bei James Toback (81), der als Regisseur und Autor arbeitet. Die damals Anfang 20-Jährige sei von ihm angewiesen worden, sich zu entkleiden und einen Monolog ohne Kleidung zu spielen. Er habe das als Schritt in ihrer Entwicklung als Künstlerin verkauft. Aus Furcht und dem Wunsch, niemanden zu enttäuschen, habe Selma gehorcht. Heute nennt sie das Erlebnis entsetzlich und traumatisierend. Dass sie jahrelang schwieg, führt sie auf eine Drohung zurück: "Er sagte: "Weißt du, wenn du jemals auch nur einer Menschenseele davon erzählst, steche ich dir mit einem Bic-Stift die Augen aus." Und ich glaubte ihm und schwieg", erzählte sie in dem Podcast.
Anfangs sei sie überzeugt gewesen, Toback interessiere sich allein für ihr Talent und nicht für Sex. "Ich hatte Angst und wollte es allen recht machen", betonte Selma in der Show. Im Verlauf des Treffens habe der Regisseur außerdem herabwürdigend über ihren Körper gesprochen, insbesondere über ihre Hüften. Ihre Schilderung floss bereits 2017 in eine groß angelegte Recherche der Los Angeles Times ein. Zunächst meldeten sich 38 Frauen mit Vorwürfen wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe, am Ende waren es über 300. Toback soll Frauen Rollen in Aussicht gestellt haben, um sie in heikle Situationen zu bringen. Er wies alles zurück: Er habe die Frauen nie getroffen oder könne sich nicht an Begegnungen erinnern.
Im ersten Bericht trat Selma noch ohne Namen auf. Ihre Haltung änderte sich, als Toback die Aussagen der Frauen abstritt. "Als ich erfuhr, dass er all diese Frauen als Lügnerinnen bezeichnet hatte ... dachte ich: Oh nein, das kann ich nicht hinnehmen. Ich werde nicht länger anonym bleiben, denn damit kommt er nicht durch", erinnerte sie sich im Gespräch mit Jenny. Im Oktober 2017 legten Selma und ihre Kollegin Rachel McAdams (47) in Vanity Fair ausführlich dar, was sie Toback vorwerfen. Auch Jahre später empfindet die Darstellerin aus "Legally Blonde" die Erinnerung als erschütternd. Frauen, die in der Branche unter ähnlichem Druck stehen, gibt sie mit auf den Weg: "Ihr müsst es nicht tun. Ihr müsst es nicht tun."


























