"Bares für Rares"-Waldi zeigt Kollegen den Stinkefinger

"Bares für Rares"-Waldi zeigt Kollegen den Stinkefinger

- Malin Friedrich
Lesezeit: 3 min
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Eine Anspielung im Händlerraum von Bares für Rares sorgt für Ärger zwischen Walter "Waldi" Lehnertz (59) und Jos van Katwijk. In einer aktuellen Folge der Trödelshow dreht sich die Auktion im Pulheimer Walzwerk bei Köln um eine schwarze Plastik, die eine nackte Frau mit üppigen Rundungen zeigt. Beim Betrachten des Stücks erklärt Jan Cízek: "Das war ganz angesagt und modern." Jos ergänzt laut ZDF vielsagend: "Noch immer." Mit einem breiten Grinsen wirft der Niederländer Waldi einen vielsagenden Blick zu. Der 59-Jährige fühlt sich offenbar wegen seines Gewichts aufgezogen und reagiert unmittelbar: Vor laufenden Kameras streckt er seinem Kollegen den Mittelfinger entgegen. Zwar beteiligt sich Waldi anschließend mit sichtlich schlechter Laune weiter an der Bieterrunde, den Zuschlag kann er sich am Ende jedoch nicht sichern. Stattdessen setzt sich Wolfgang Pauritsch durch. Für 350 Euro nimmt der Händler die außergewöhnliche Frauenfigur schließlich mit.

Verkäuferin Melanie hatte ursprünglich nicht nur eine, sondern gleich acht schwarze, nackte Figuren mit in die Sendung gebracht. Horst Lichter (64) verpasst der Gruppe beim Anblick scherzhaft den Namen "Nudisten-Club von Boppard". Die Expertise bringt jedoch eine enttäuschende Überraschung ans Licht: Bianca Berding kann lediglich die sogenannte Xanthippe-Figur als echtes, von Rudolf Schwaiger im Jahr 1974 geschaffenes Original bestätigen. Bei den übrigen sieben Plastiken handelt es sich hingegen um Fälschungen. Ein Verkauf in der ZDF-Trödelshow kommt für diese Stücke daher nicht infrage. Melanie nimmt die Nachricht gelassen und findet direkt eine andere Verwendung. "Dann müssen sie in den Garten als Gartenzwerge", erklärt sie. Finanziell ist die Entdeckung dennoch erfreulich. Für alle acht Stücke hatte sich die Verkäuferin zunächst lediglich 300 Euro gewünscht. Bianca taxiert schon das einzige Original auf 400 bis 500 Euro, denn weltweit existieren davon nur 30 echte Exemplare.

Die dargestellte Xanthippe war die Ehefrau des griechischen Philosophen Sokrates. Bianca beschreibt sie in der Sendung als "einen übellaunigen Zankapfel". Waldis verärgerte Reaktion auf die Geste seines Kollegen passt damit beinahe zur zuvor erläuterten Bedeutung der Figur. Trotz seines Unmuts gibt der Händler nicht sofort auf, sondern beteiligt sich weiter an der Bieterrunde. Bereits vor dem Wortgefecht im Händlerraum hatte die seltene Plastik für eine Überraschung gesorgt: Horst zeigt sich gemeinsam mit Melanie erfreut über die deutlich höhere Einschätzung und bringt seine Begeisterung mit den Worten zum Ausdruck: "Ich sag' et doch!" Danach überreicht der Moderator seiner Kandidatin die Händlerkarte, mit der sie das Original zum Verkauf anbieten darf. Ganz an Biancas Schätzung reicht der spätere Erlös allerdings nicht heran. Wolfgang zahlt am Ende 350 Euro und damit 50 Euro weniger als den unteren Schätzwert.

Walter Lehnertz, "Bares für Rares"-Händler
ZDF / Frank Hempel
Walter Lehnertz, "Bares für Rares"-Händler
Walter Lehnertz, Händler
IMAGO / Chris Emil Janßen
Walter Lehnertz, Händler
Liza Kielon und Kollegen, Bares für Rares
Instagram / liza.kielon
Liza Kielon und Kollegen, Bares für Rares
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