Royals verweigern Harry und Meghan Beistand im Vater-Skandal

Royals verweigern Harry und Meghan Beistand im Vater-Skandal

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Angesichts der schweren Vorwürfe gegen Thomas Markle Sr. (82) können Herzogin Meghan (45) und Prinz Harry (42) offenbar nicht mit öffentlicher Rückendeckung aus dem britischen Königshaus rechnen. Mehrere Palastkenner vermuten gegenüber Page Six, dass sich die Royals aus der Angelegenheit heraushalten und ihren Pflichten nachgehen werden. Hintergrund sind Ermittlungen auf den Philippinen gegen Meghans Vater wegen des mutmaßlichen Besitzes von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs. Die Anschuldigungen gegen den 82-Jährigen sind bislang nicht bewiesen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Thomas selbst bestreitet die Vorwürfe entschieden und bezeichnet sie als "kranke Lügen". Royalreporterin Andrea Caamano begründet die erwartete Zurückhaltung des Palastes vor allem mit dem weiterhin angespannten Verhältnis zu dem Paar. Auch Prinz William (44) werde sich nach Einschätzung von Royalexpertin Kinsey Schofield nicht in die Krise seines entfremdeten Bruders und dessen Ehefrau einmischen.

"Ich gehe nicht davon aus, dass die königliche Familie in dieser Situation aktiv wird. Trotz Harrys und Meghans Rückkehr nach Großbritannien bleiben die Beziehungen kompliziert, und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Palast in Angelegenheiten rund um Meghans Vater hineingezogen werden möchte", erklärte Andrea gegenüber Page Six. Seit der Rückkehr des Paares nach Großbritannien im August habe es demnach keine öffentlich bestätigten persönlichen Treffen der Sussexes oder ihrer Kinder mit König Charles III. (77) gegeben. Nach Ansicht von Kinsey befinde sich der Monarch in einem Dilemma: Als Vater wolle er Harry vermutlich emotional unterstützen, zugleich könnte ihn dessen früherer öffentlicher Umgang mit privaten Familienangelegenheiten von einem vertraulichen Austausch abhalten. Über William sagte die Expertin: "Das ist nicht sein Kampf. William muss seine eigene Familie schützen und trägt eigene Verantwortung gegenüber der Krone. Er hat wenig Interesse daran, in eine weitere Sussex-Krise hineingezogen zu werden." Charles bereitet sich unterdessen auf eine neuntägige Karibikreise samt Commonwealth-Gipfel vor, William auf die Earthshot Prize Awards im November in Mumbai.

Öffentlich gemacht hatte die bislang unbewiesenen Anschuldigungen Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr. (60) Nach eigener Darstellung habe er im Haus seines Vaters in Cebu City Hunderte oder sogar Tausende entsprechender Bilder und Videos entdeckt. Meghans Halbschwester Samantha Markle (61) widerspricht ihm und behauptet, er habe die Vorwürfe aus Rache erfunden. Auch diese Darstellung ist nicht belegt. Die Herzogin selbst erklärte, bereits seit mehreren Jahren von den für sie "zutiefst erschütternden" Vorwürfen zu wissen. Ihre seit 2018 bestehende Distanz zu ihrem Vater begründete sie dabei mit familiären Schutzbedürfnissen. "Ich hoffe, dass nun verstanden werden kann, dass trotz der verzerrten Darstellung bestimmter Medien über die Jahre jegliche Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung, ihm keinen Kontakt zu unseren Kindern zu erlauben, einen einzigen Grund hatten: sie zu schützen. Ich vertraute darauf, dass die Behörden dasselbe für andere Familien taten", zitiert Page Six die zweifache Mutter. Ihre Aussage stellt keinen Nachweis für die Anschuldigungen dar; eine Schuld von Thomas ist bislang nicht bewiesen. Meghan und Harry haben zwei Kinder, Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5). Zu seinen Enkelkindern hat Thomas nach Meghans Angaben keinen Kontakt.

Collage: Herzogin Meghan und Thomas Markle Sr.
Collage: Getty Images, ActionPress
Collage: Herzogin Meghan und Thomas Markle Sr.
König Charles III., Prinz William, Prinzessin Kate, Herzogin Meghan und Prinz Harry im Dezember 2018
Getty Images
König Charles III., Prinz William, Prinzessin Kate, Herzogin Meghan und Prinz Harry im Dezember 2018
Thomas Markle Sr., Vater von Herzogin Meghan
Thorpe/MEGA
Thomas Markle Sr., Vater von Herzogin Meghan
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