Steffen Hensslers Erziehung: Keine Rolex für seine Töchter
Steffen Henssler (54) zählt zu den bekanntesten Köchen in Deutschland – und hat sich damit ein beträchtliches Vermögen aufgebaut. Wie sich dieser Wohlstand auf die Erziehung seines Nachwuchses auswirkt, verriet der Gastronom nun in einem Interview mit dem Tagesspiegel. Dort machte er deutlich, dass seine Kinder zwar im Luxus großwerden, sich darauf aber keinesfalls ausruhen sollen. "Meine Kinder wachsen in Wohlstand auf. Aber ich möchte, dass sie selbst ins Machen kommen. Sie sollen nicht die Kinder vom Henssler sein, sondern sich selbst etwas erarbeiten", stellte der Fernsehkoch im Interview klar. Eigenständigkeit ist für den Unternehmer offenbar der zentrale Wert in der Erziehung. Dass er ihnen finanziell vieles ermöglichen könnte, ändert an diesem Grundsatz offenbar nichts. Steffen will ihnen vermitteln, dass Wohlstand zwar Teil ihres Alltags ist, sie daraus aber keinen Anspruch auf ein Leben ohne eigene Anstrengung ableiten sollen.
Besonders deutlich wird der Hamburger, wenn es um teure Geschenke für junge Erwachsene geht. Luxusartikel als Geschenk ohne eigene Leistung lehnt er ab – und verweist dabei auf Beobachtungen aus seinem eigenen Bekanntenkreis. "In meinem Umfeld sehe ich Eltern, die ihren Kindern mit 18 eine Rolex oder ein Auto schenken", schilderte er im Gespräch mit dem Tagesspiegel. Daran schließt sich für ihn eine entscheidende Frage an: "Was soll denn für diese jungen Leute noch kommen, wenn sie mit 25 bereits alles haben?" Materieller Komfort soll für seine Kinder somit keine Selbstverständlichkeit sein. Vielmehr verbindet Steffen persönlichen Erfolg mit Eigeninitiative, Einsatz und Arbeit. Seine finanziellen Möglichkeiten sollen dem Nachwuchs nicht den Antrieb nehmen, selbst Erfahrungen zu sammeln und sich etwas aufzubauen. Mit dieser Haltung grenzt der TV-Koch seine Erziehung klar von einem Modell ab, bei dem junge Erwachsene früh mit teuren Statussymbolen ausgestattet werden, ohne dafür selbst etwas geleistet zu haben.
Hinter dieser Haltung steckt auch Steffens eigene Biografie. Der Koch betont, dass er sich seinen heutigen Wohlstand über viele Jahre hinweg Schritt für Schritt selbst erarbeitet hat. Mit 28 Jahren wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit: 2001 eröffnete er gemeinsam mit seinem Vater Werner in Hamburg das Restaurant Henssler & Henssler. Aus diesem Start wurde im Laufe der Zeit ein ganzes Unternehmensgeflecht. Heute gehören unter anderem mehrere Restaurantkonzepte, ein Sushilieferservice und eine Kochschule zu seinem Portfolio. Dazu kommen zahlreiche TV-Auftritte, die ihn bundesweit bekannt gemacht haben. Trotz dieser Erfolge hält er an einer einfachen Überzeugung fest: Leistung und Ausdauer bleiben für ihn die Grundlage des beruflichen Fortkommens. "Von nichts kommt nichts, immer noch nicht. Das wird heute gern vergessen", betont Steffen im Gespräch. Genau dieses Credo prägt auch den Umgang mit seinen Kindern: Der Wohlstand ihres Vaters soll eigene Anstrengungen nicht ersetzen.





























