"Moana"-Regisseur erklärt Dwayne Johnsons fehlende Nippel

"Moana"-Regisseur erklärt Dwayne Johnsons fehlende Nippel

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Dwayne "The Rock" Johnson (54) schlüpft in der Realverfilmung von "Moana" in die Rolle des Halbgottes Maui – und genau dieser Look sorgt derzeit für jede Menge Gesprächsstoff. Dabei schauen viele Zuschauer offenbar ganz genau hin: Neben der langen Lockenperücke des Schauspielers fallen vor allem seine Brustwarzen auf, die unter dem aufwendig gestalteten Oberkörperkostüm in manchen Einstellungen zu fehlen scheinen. Regisseur Thomas Kail hat sich beider Themen nun angenommen und gegenüber The Wrap sowie Variety für Aufklärung gesorgt. Demnach wurden Dwaynes Brustwarzen weder entfernt noch durchgehend abgedeckt. Schuld an dem optischen Eindruck sei vielmehr der tätowierte Muskelanzug, den Dwayne für die Dreharbeiten trug. Auch die auffällige Haarpracht sei keineswegs nur eine spontane Stylingentscheidung gewesen, wie Thomas gegenüber Variety erklärte. Vielmehr spiele Mauis Mähne eine entscheidende Rolle für dessen Identität und besondere Fähigkeiten. Deshalb kam für die Verantwortlichen eine Darstellung des Halbgottes ohne Haare von Anfang an nicht infrage.

Zur vermeintlichen Nippelpanne äußerte sich der Regisseur gegenüber The Wrap ganz unmissverständlich: "Ich kann nicht viel zu der Debatte und Kontroverse um seine Brustwarzen sagen, außer dass er sie hat und man sie manchmal nicht sieht." Für seine Verwandlung musste der Schauspieler einen speziell angefertigten Muskelanzug tragen. Dieser bildete nicht nur Mauis kräftige Statur nach, sondern zeigte auch dessen großflächige Tätowierungen. Dabei blieb es nicht bei einem einzigen Exemplar. Weil die Produktion ständig zwischen Szenen im Wasser und an Land hin- und herwechselte, kamen gleich mehrere Ausführungen des Kostüms zum Einsatz. Je nach verwendetem Anzug, gewählter Kameraperspektive und Einstellung zeichneten sich die Brustwarzen unter dem Material unterschiedlich deutlich ab. Was im fertigen Film stellenweise wie ein kurioses Detail wirkt, lässt sich somit auf die aufwendige Kostümgestaltung zurückführen.

Hinter Mauis Locken steckt ebenfalls eine bewusste Entscheidung. Bereits bei der Entwicklung des Animationsfilms vor 2016 hatten die kulturellen Berater Einwände gegen einen haarlosen Maui erhoben. Thomas fasste die Bedeutung der Mähne gegenüber Variety so zusammen: "Mauis Kraft und Geist kommen aus seinem Haar. Maui ohne Haare ist nicht Maui. Deshalb wussten wir, dass Maui Haare haben musste." Die Perücke gehörte am Set offenbar so selbstverständlich zu Dwaynes Erscheinungsbild, dass der Regisseur darüber scherzte, er habe den Schauspieler fast nur mit Locken erlebt und daher gar nicht gewusst, dass dieser eigentlich eine Glatze trägt. Mit der Figur verbindet den Hollywoodstar ohnehin schon eine längere Geschichte: Er lieh dem Halbgott sowohl im Animationsfilm "Moana" als auch in der Fortsetzung "Moana 2" seine Stimme, bevor er ihn in der Realverfilmung nun selbst verkörperte.

Dwayne Johnson auf der Bühne bei der Moana-Weltpremiere im Hollywood Bowl in Los Angeles
Getty Images
Dwayne Johnson auf der Bühne bei der Moana-Weltpremiere im Hollywood Bowl in Los Angeles
Thomas Kail, Dwayne Johnson und Catherine Lagaʻaia bei Disneys "Moana"-Special-Event im ICC Sydney Theatre
Getty Images
Thomas Kail, Dwayne Johnson und Catherine Lagaʻaia bei Disneys "Moana"-Special-Event im ICC Sydney Theatre
Dwayne Johnson performt einen polynesischen Tanz
Getty Images
Dwayne Johnson performt einen polynesischen Tanz
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