Wolle Petrys "Wahnsinn" war erst 13 Jahre später ein Kulthit

Wolle Petrys "Wahnsinn" war erst 13 Jahre später ein Kulthit

- Melina Becker
Lesezeit: 2 min
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Kaum ein Lied bringt Festzelte und Partykeller so zuverlässig zum Mitgrölen wie "Wahnsinn" von Wolfgang Petry (75). Dass der Schlager heute als Klassiker gilt, war allerdings lange überhaupt nicht absehbar. Denn der Kultstatus stellte sich erst 13 Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung ein. Der Kölner Sänger brachte den Titel bereits 1983 auf dem gleichnamigen Album heraus. Trotz des eingängigen Refrains reichte es damals nur für Platz 38 in den Charts – ein solides Ergebnis, aber eben kein großer Durchbruch. Jahrelang blieb "Wahnsinn" damit nur einer von vielen Titeln im Repertoire des Musikers. Erst Mitte der 1990er-Jahre erlebte das Lied seine späte Wiederentdeckung – und wandelte sich von einer eher unauffälligen Achtziger-Nummer zum zeitlosen Party-Hit für Jung und Alt. Mittlerweile wird der Track auf Feiern und Schlagerevents gespielt, bei denen das Publikum das Stück Zeile für Zeile lautstark mitsingt.

Den entscheidenden zweiten Anlauf bekam "Wahnsinn" im Umfeld von Wolfgangs Best-of-Album "Alles". Durch das neue Arrangement rückte die Nummer wieder voll in den Fokus und erreichte ein neues Publikum. Gleichzeitig sorgte eine Partyschlagervariante für ordentlich Rückenwind und trieb das späte Phänomen erst recht auf die Spitze. Von da an lief "Wahnsinn" auf Volksfesten, in Diskotheken und später auch auf Mallorca rauf und runter. Geschrieben wurde der Erfolgstitel übrigens nicht vom Interpreten selbst: Die Komposition stammt von Tony Hendrik, den Text verfassten Karin van Haaren und Kim Merz gemeinsam. Aus ihrer Zusammenarbeit entstand ein Lied, das sich Jahrzehnte später noch immer sofort ins Ohr setzt.

Dass der Song über Jahre hinweg präsent blieb, lag auch an zahlreichen Neuinterpretationen. Immer wieder griffen andere Künstler den Titel auf. 1998 veröffentlichten etwa die Lollies ihre eigene Fassung von "Wahnsinn". Gut zwanzig Jahre später knöpfte sich dann Giovanni Zarrella (48) das Stück vor: Der Entertainer brachte den Klassiker 2019 sogar mit italienischem Text heraus. Damit blickt die Nummer auf eine lange Geschichte zurück – angefangen bei einem soliden, aber unaufgeregten Start in den Charts über das große Revival in den Neunzigern bis hin zu den unzähligen Neuauflagen von heute. Für Wolfgang selbst, der vor Kurzem sein letztes Album veröffentlichte, wurde "Wahnsinn" so zu einem seiner bekanntesten Stücke überhaupt und zum Titel, der untrennbar mit seinem Namen verbunden ist.

Wolfgang Petry, Sänger
United Archives GmbH
Wolfgang Petry, Sänger
Wolfgang Petry 2007
Wolfgang Petry 2007
Giovanni Zarrella, Sänger
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Giovanni Zarrella, Sänger
Findet ihr, "Wahnsinn" hat seinen Kultstatus verdient?