Lola Weippert fühlte sich lange wie ein Fehler im System
Lola Weippert (30) geht mit einem sehr persönlichen Thema an die Öffentlichkeit: Die Moderatorin und Podcasterin spricht auf Instagram offen über ihre ADHS-Diagnose, die sie im Jahr 2023 erhielt. Seitdem nimmt sie ihre knapp 830.000 Follower auf ihrem Weg mit, den Umgang mit ihrer Neurodivergenz zu lernen. Sie verkündete die Diagnose damals mit einer humorvollen Note. "Bei mir gibt's eine Diagnose zu Weihnachten. Spoiler: Ich habe noch nie einen Test so gut bestanden. Jetzt habe ich es schwarz auf weiß: Ich habe ADHS", schrieb die Moderatorin. Die Influencerin sieht das ständige Gedankenchaos in ihrem Kopf nicht ausschließlich als Belastung, sondern auch als besondere Stärke, die ihren Lebensweg maßgeblich beeinflusst hat. "Ich bin nur da, wo ich heute bin, wegen exakt diesem verrückten Wahnsinn in meinem Kopf", erklärte sie laut auf Social Media.
Lola spricht jedoch auch offen über die Schattenseiten ihrer Neurodivergenz. Impulsivität, ständige innere Unruhe und unaufhörliche Gedankenschleifen machen ihr nach eigenen Angaben zu schaffen. Schon vor ihrer Diagnose habe sie sich anders und fehl am Platz gefühlt – als wäre sie "ein Fehler im System", so die Influencerin. Ihre damaligen Selbstzweifel fasst sie mit folgenden Worten zusammen: "Ich habe oft gedacht: Warum bin ich nicht einfach so wie alle anderen?" Über Jahre hinweg war die Moderatorin außerdem überzeugt, die Herausforderungen allein bewältigen zu müssen. "Ich habe lange so getan, als müsste ich es alleine schaffen, mich mehr zusammenreißen, härter an mir arbeiten", gab sie zu. Erst als sie merkte, dass sie sich unter diesem Druck selbst verlor, öffnete sie sich für ADHS-Medikamente und dafür, Unterstützung anzunehmen.
Seit ihrer Diagnose beschäftigt sich Lola sowohl im Alltag als auch in der Öffentlichkeit intensiv mit ihrer Neurodivergenz. Mit ihrer Offenheit in den sozialen Medien ist sie für viele Betroffene zu einer wichtigen Stimme geworden. Anstatt ihre Besonderheiten zu verbergen oder Herausforderungen allein mit sich auszumachen, lässt sie ihre Community regelmäßig an ihren persönlichen Erfahrungen und den damit verbundenen Höhen und Tiefen teilhaben. Ihre Botschaft an andere Menschen mit ADHS formulierte sie laut so: "Es ist keine Schande, Hilfe zu brauchen, und es ist kein Makel, anders zu sein. Wir sind nicht weniger, wir sind wertvoll, genauso wie wir sind." Offene Worte ist man von ihr ohnehin gewohnt: Gemeinsam mit der Schauspielerin und Sängerin Vanessa Mai (34) moderiert sie den Podcast "Schön laut". Dort sprechen die beiden ungefiltert über persönliche Themen.




























