Eine Uhr, die nicht mehr tickt, und trotzdem reißen sich die Händler darum: In der aktuellen Folge von Bares für Rares hat eine defekte Breitling Premier für ordentlich Aufruhr gesorgt. Verkäufer Daniel aus Wuppertal brachte den Vintage-Chronografen, den er von seinem Vater geerbt hatte, am Dienstag mit in die Trödelshow. Laut Sven Deutschmaneks (50) Expertise stammt die Breitling vermutlich aus dem Jahr 1953 oder 1954. Im Edelstahlgehäuse arbeitet das Handaufzugskaliber Venus 178. Spannend wird der Chronograf vor allem durch seine drei Totalisatoren, die Tachymeterskala und das champagnerfarbene Zifferblatt. Zifferblatt und Zeiger präsentierten sich zudem in vergleichsweise gutem Zustand. Ausgerechnet während der Begutachtung machte das gute Stück dann schlapp und blieb einfach stehen. Mit einem kleinen Impuls ließ sich das stehen gebliebene Uhrwerk bei der Begutachtung zwar wieder zum Laufen bringen, an der wohl nötigen Überholung ändert dieser kurze Wiederbelebungsversuch aber nichts.
In die Bewertung floss außerdem ein, dass weder die Originalverpackung noch die ursprüngliche Schließe vorhanden sind. Von diesen kleinen Schönheitsfehlern ließ sich Sven allerdings nicht abschrecken: Er schätzte das Sammlerstück trotzdem auf 1.500 bis 2.000 Euro. Im Händlerraum ging es zunächst eher verhalten los, das erste Gebot lag bei gerade einmal 500 Euro. Doch dann kam Bewegung in die Sache. Am Ende kletterte der Preis auf 1.900 Euro, und Händlerin Susanne Steiger (44) sicherte sich den Zuschlag. Daniel selbst hatte sich 2.000 Euro gewünscht. Damit fehlten am Ende nur 100 Euro zu seiner Wunschsumme.
Damit erging es Daniel besser als Sandra zuvor. Die Verkäuferin hatte bei "Bares für Rares" einen geerbten Diamantring angeboten und sich dafür 2.500 Euro gewünscht. Doch Expertin Heide Rezepa-Zabel hatte das rund 100 Jahre alte Schmuckstück auf satte 32.000 bis 34.000 Euro geschätzt. Sein Herzstück: ein seltener gelber Diamant mit 2,6 Karat. Im Händlerraum hatte Susanne allerdings bezweifelt, dass dessen auffällige Farbe natürlich war. Ihr Höchstgebot von 18.000 Euro hatte Sandra deshalb ausgeschlagen. "Unter 20.000 würde ich ihn nicht weggeben", hatte sie klargestellt und den Ring wieder mitgenommen.



























