Nach Vorwürfen gegen Vater plant Meghan Auftritt mit Harry

Nach Vorwürfen gegen Vater plant Meghan Auftritt mit Harry

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 3 min
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Herzogin Meghan (45) und Prinz Harry (42) stehen bald wieder gemeinsam auf internationaler Bühne. Am kommenden Dienstag, dem 10. November, reist das Paar laut Mirror nach Brüssel. Es ist der erste gemeinsame Auslandsauftritt der beiden seit mehreren Wochen. Im Europäischen Parlament wollen der Herzog und die Herzogin von Sussex das Lost Screen Memorial eröffnen, das von ihrer Archewell Foundation ins Leben gerufen wurde. Die Gedenkstätte erinnert an Kinder, die nach schädlichen Erfahrungen in den sozialen Medien ums Leben gekommen sind. Bei der Veranstaltung werden Harry und Meghan außerdem eine gemeinsame, rund 15-minütige Grundsatzrede zum Schutz von Kindern im Internet halten. Für die ehemalige Schauspielerin ist es zugleich der erste öffentliche Termin, seit schwere Vorwürfe gegen ihren Vater Thomas Markle (82) bekannt geworden sind. Dabei gilt ausdrücklich die Unschuldsvermutung: Die Anschuldigungen sind bislang nicht abschließend geklärt, Thomas bestreitet jegliches Fehlverhalten entschieden.

Neben den Sussexes werden auch Roberta Metsola, die Präsidentin des Europäischen Parlaments, sowie der Europaabgeordnete Antonio López-Istúriz bei der Veranstaltung auftreten. Harry und Meghan möchten dabei auch von ihren Gesprächen mit Familien berichten, die von den Gefahren im Netz betroffen sind. In ihrer Rede soll es darum gehen, dass auf politische Zusagen konkrete Maßnahmen folgen müssen. Außerdem sollen die Erfahrungen von Kindern und ihren Angehörigen bei Entscheidungen über die digitale Zukunft stärker berücksichtigt werden. Im Anschluss nimmt der Prinz an einer Podiumsdiskussion über wirksame Gesetze zum Schutz Minderjähriger im Internet teil. Dabei stehen unter anderem die Verantwortung großer Techkonzerne sowie die Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch und sexueller Ausbeutung im Netz auf der Agenda. Das Publikum darf Fragen stellen, Medienvertreter hingegen nicht. Das Mahnmal war bereits 2025 in New York enthüllt worden und machte in diesem Jahr Station in Genf. Auch dort hatte Meghan eine Grundsatzrede über schädliche Onlineinhalte und die Mechanismen digitaler Plattformen gehalten.

Der Auftritt in Brüssel fällt in eine Zeit, in der Ermittlungen rund um Meghans 82-jährigen Vater für Schlagzeilen sorgen. Die philippinische Polizei bestätigte kürzlich, dass bei einer ersten forensischen Untersuchung digitaler Geräte aus dem früheren Wohnhaus von Thomas Markle Dateien mit mutmaßlichem Material des sexuellen Kindesmissbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern identifiziert worden seien. Die Geräte hatte Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr. (60) den Behörden übergeben. Noch ist allerdings nicht geklärt, wem sie gehören oder wer Zugriff auf die Dateien hatte. Darüber hinaus berichtete die Daily Mail, dass in einem Lagerraum, den Meghans Vater nahe seinem früheren Wohnort in Mexiko angemietet haben soll, weiteres mutmaßliches Missbrauchsmaterial entdeckt worden sei. Auch in diesem Zusammenhang ist die Zuordnung des Materials bislang nicht abschließend geklärt. Thomas Markle bestreitet jegliches Fehlverhalten. Wie The Sun berichtet, lebt er inzwischen in einer auf Demenz spezialisierten Pflegeeinrichtung in Florida. Meghans Halbschwester Samantha Markle (61) soll den Umzug aus Sicherheitsgründen organisiert haben. Harry und Meghan hatten sich zuletzt während der Karibikreise von König Charles III. (77) aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und die Ferien mit ihren beiden Kindern verbracht.

Prinz Harry und Herzogin Meghan nach ihrem Besuch das Community Recording Studio in Nottingham, Oktober 2026
Imago
Prinz Harry und Herzogin Meghan nach ihrem Besuch das Community Recording Studio in Nottingham, Oktober 2026
Thomas Markle Sr. im Januar 2020
ActionPress
Thomas Markle Sr. im Januar 2020
Herzogin Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr.
MediaPunch/ ActionPress
Herzogin Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr.