Verwechslung bei "Bares für Rares": Urinal sorgt für Lacher

Verwechslung bei "Bares für Rares": Urinal sorgt für Lacher

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 3 min
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In der ZDF-Trödelshow Bares für Rares kam es jetzt zu einer kuriosen Situation. Kandidatin Sabine Fischer und ihr Ehemann Harry brachten ein Porzellanstück mit nach Köln, das Sabine vor einiger Zeit für eine Sauciere gehalten hatte. Nun wollte sie sich davon trennen. Expertin Friederike Werner hatte allerdings überraschende Neuigkeiten für das Ehepaar und die Zuschauer: Bei dem vermeintlichen Soßengefäß handelt es sich in Wirklichkeit um ein sogenanntes Bourdalou. Dabei handelt es sich um ein tragbares Urinal für Frauen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Und damit hatte offenbar niemand gerechnet. Die Enthüllung sorgte zunächst bei Moderator Horst Lichter (64) und später auch im Händlerraum für jede Menge Gelächter. Am Ende fand das ungewöhnliche Exponat dennoch einen neuen Besitzer: Händler und Meissen-Sammler Daniel Meyer (53) schlug zu und zahlte 200 Euro dafür.

Horst war bereits früh klar, dass mit dem Gefäß etwas nicht stimmte. Da ein Ausguss fehlte, konnte es sich seiner langjährigen Erfahrung in der Gastronomie zufolge unmöglich um eine Sauciere handeln. Was er stattdessen vermutete, behielt er zunächst lieber für sich. Die Expertin erklärte anschließend, dass das Bourdalou aus der berühmten Porzellanmanufaktur Meissen stammt. Frauen nutzten solche Gefäße früher vor allem dann, wenn sie einen Raum nicht verlassen konnten – etwa während eines Kirchenbesuchs, bei Konzerten oder auf Festen. Den Zustand bezeichnete Friederike trotz des hohen Alters als "hervorragend". Auch den Wunschpreis von 500 Euro bestätigte sie, sodass das Ehepaar die Händlerkarte erhielt. Im Händlerraum konnte sich Markus Wildhagen (60) einen Spruch nicht verkneifen: "Also wenn du das in der Hand hast, denke ich direkt an Sauce hollandaise." Sarah Schreiber war das sichtlich unangenehm: "Oh mein Gott, lasst die Leute bitte reinkommen! Es wird furchtbar!" Trotz der ausgelassenen Stimmung blieben die Gebote deutlich unter der Expertise. Sabine entschied sich schließlich für einen Verkaufspreis von 200 Euro und lag damit 300 Euro unter ihrem Wunschpreis.

Daniel hatte einen guten Grund, bei dem Bourdalou mitzubieten: Nach eigener Aussage sammelt er alles von Meissen. Über den ursprünglichen Verwendungszweck des Gefäßes machte sich der Händler dabei selbst lustig. Er stellte sich vor, wie er seine Gäste mit dem Stück überraschen könnte, und spielte die Szene in der ZDF-Sendung kurzerhand nach: "Interessieren Sie sich für historische Artefakte? Übrigens, der Napf, aus dem Sie gerade die Chips essen ..." Damit brachte er seine Kollegen zum Lachen. Obwohl er das historische Urinal mit nach Hause nimmt, stellte Daniel klar, dass er es dort nicht für seinen ursprünglichen Zweck verwenden möchte. Für Sabine nahm die Geschichte damit eine unerwartete Wendung. Schließlich hatte sie das Porzellangefäß ursprünglich als Sauciere gekauft. Ausgerechnet dieser Fehlkauf führte sie und ihren Ehemann Harry nun zu "Bares für Rares". Zuvor hatte in der Show ein anderer Fehler eines Verkäufers für Aufmerksamkeit gesorgt.

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter
ZDF / Frank Hempel
"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter
Dr. Friederike Werner, "Bares für Rares"-Expertin
ZDF / Frank W. Hempel
Dr. Friederike Werner, "Bares für Rares"-Expertin
Markus Wildhagen bei der Kölner Premiere des Circus Roncalli, April 2026
Imago
Markus Wildhagen bei der Kölner Premiere des Circus Roncalli, April 2026
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