Selbst auferlegte Twitter-Pausen, die sie dennoch öffentlichkeitstauglich aufbereitet, und ihre tragische Vergangenheit, machen Disney-Star Demi Lovato (19) immer wieder zum Gesprächsthema. Es ist kein Geheimnis, dass das Multi-Talent seit frühester Jugend unter Essstörungen leidet und dies immer wieder mithilfe von Alkohol, Drogen und Selbstverletzung zu betäuben versuchte. Ihre neueste Aussage im Interview mit der Daily Mail scheint allerdings ähnlich übertrieben, wie ihr ausschweifender Lebensstil in den vergangenen Jahren. In Hinblick auf ihre lange Leidensgeschichte kann man ihren Erklärungsversuch irgendwie nachvollziehen:

Demi LovatoWENN
Demi Lovato

„Ich glaube, ich wurde mit einer Essstörung geboren, denn ich hatte nie ein normales Verhältnis zum Essen. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich in Windeln in den Spiegel geschaut habe und dachte: „Du bist fett, ändere das!“ Ich begann mit acht Jahren, mich zu überessen. Ich aß aus Heißhunger.“ Demi erzählt die schockierende Geschichte ihrer Biografie des Hungerns. „Als ich zwölf wurde, mobbte man mich in der Schule, man nannte mich 'fett'. So wurde ich vom Vielfraß zum Hungerer. Ich verlor etwa 15 Kilogramm. Von da an machte ich mit dem wenigen Essen weiter, aber mein Gewicht erhöhte sich wieder. Ich begann mich zu übergeben.“ Dennoch, erklärt sie, habe sie eine wundervolle Kindheit gehabt, ihr Stiefvater habe sie stets unterstützt, sie sei sogar zu Hause unterrichtet worden, um vor den mobbenden Mitschülern beschützt zu werden. Doch das behütende Heim und der aufkommende Erfolg mit „Camp Rock“ bewahrten die junge Frau nicht vor ihren psychischen Problemen. Sie begann sich zusätzlich selbst zu verletzen. Das autoaggressive Verhalten erklärt sie folgendermaßen: „Ich habe damit angefangen, als ich zwölf war, als ich gemobbt wurde. Es war meine Art mit dem Stress umzugehen. (…) Ich habe mich geschnitten und das war so grausam. Und ich habe mich definitiv selbst medizinisch behandelt – mit Drogen und Alkohol. Ich würde lügen, wenn ich es nicht zugäbe.“

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Der Aufenthalt in der Entzugsklinik und das therapeutische Programm hätten ihr sehr geholfen. Dass man sie behandelt habe, wie jeden anderen, und dass sie nicht vorzeitig abgebrochen habe, sei der Schlüssel zum Erfolg gewesen, erzählt sie. „Es gibt zwar keine Heilung und es kann sein, dass ich Mist baue, aber ich möchte meinen Fans ein besseres Vorbild sein.“ Aktuell wird Demi häufig von ihrer „Mitbewohnerin“ Sarah begleitet, die ihr als ehemalige Teilnehmerin desselben Programms mit Rat und Tat zur Seite steht. Ob es wirklich sein kann, dass ein Mensch mit einer Essstörung zur Welt kommt, ist eine heikle Frage. Kann so etwas unabhängig von der Umwelt des Opfers entstehen? Dennoch hoffen wir, dass Demi Lovato den Kampf gegen die Sucht nach Perfektion gewinnt.

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