Heute war es soweit: Christian Rach (54) gab wieder einem neuen Schwung von Bewerbern die Chance, gemeinsam mit ihm in seinem neuen Restaurant in Berlin eine Karriere im Gastronomie-Bereich zu beginnen. In der neuen Staffel der Restaurantschule treten vor allem Menschen gegeneinander an, die sonst im Leben nicht so viel Glück hatten. Die elf Kandidaten haben teilweise extreme Dinge erlebt, sind allesamt keine Einser-Schüler und bekommen nun bei Rach nach vielen Tiefschlägen die Möglichkeit, sich ganz neu zu erfinden.

Klaus zum Beispiel verletzte sich früher selbst und musste einiges durchmachen, möchte aber nun gerne als unbeschriebenes Blatt von ganz vorne anfangen. Und auch Artem hatte bis jetzt nicht sehr viel Glück im Leben, ist in den Slums aufgewachsen und will seinen Alltag endlich in den Griff bekommen. Dass er dafür etwas tun muss, scheint der junge Mann aber noch nicht verstanden zu haben. Denn schon in der Begegnungsrunde der Kandidaten mit ihrem neuen Chef zeigt er sich nicht gerade von seiner besten Seite. Im Schlabberlook und völlig gelangweilt setzt er sich vor Rach, dem dieser Auftritt natürlich gar nicht zusagt: „Dein Äußeres finde ich auch scheiße.“ Für den Sternekoch ist Artem einfach „eine Nummer zu cool“.


Aber nicht nur ganz generelle Anstandsregeln überfordern einige in der Gruppe, denn auch die Aufgabe, mit einem Budget von 100 Euro einkaufen zu gehen und alles für ein gelungenes Abendessen auszuwählen, scheint schwieriger zu sein, als sie klingt. Robert zeigt sich überfordert: „Soll es denn auch was zum Kochen selber sein oder so fertig?“ Und da sich diese Frage eigentlich von selbst beantwortet, kommen die Jungs und Mädels nach zweieinhalb Stunden wieder – im Gepäck alles für Hähnchenschenkel mit Nudelauflauf. Beim Kochen aber steht Kathi vor einem Problem: „Der [Käse] ist voll fett und voll schwer zu schneiden.“ Kein Beweis, dass sie in dieser Branche richtig ist, wie Rach findet: „Im Service braucht man was? Ein Auge für die Schönheit.“ Und auch, dass das Essen am Ende nur für zehn Personen reicht, findet der Chef natürlich nicht sehr erquickend. Aber immerhin haben die zehn Kandidaten nun mal im Team gearbeitet und zusammen versucht, das Beste aus der Situation zu machen.

Und trotz der wachsenden Kollegialität zwischen den Praktikanten fällt eine immer wieder mit ihren lockeren Sprüchen und wenig Fachwissen aus der Reihe: Kathi. Das fällt natürlich auch Christian Rach auf, worauf er sie ganz offen fragt: „Bist du sicher, dass du hier richtig bist? Denn ich bin es nicht.“ Doch auch beim anschließenden Wettkochen in zwei Teams kann kein einziger der Kandidaten wirklich überzeugen – nicht nur Kathi, Robert und Artem haben den Chef in einigen Punkten enttäuscht. Daher fällt es ihm auch letztendlich nicht leicht, sich zu entscheiden, welcher der ambitionierten Teilnehmer das Team schon so zeitig verlassen muss. Wer hat einfach nicht genug gekämpft und die Chance, die ihm Rach gegeben hat, nicht hundertprozentig genutzt? Es trifft nahezu sofort Kathi, die mit ihrer kaltschnäuzigen Art einfach nicht wirklich beweisen konnte, dass sie das, was in Rachs Restaurantschule auf sie zukommen würde, wirklich meistern will. Aber trotz alledem zeigt Rach sein großes Herz und lässt die Schulabbrecherin unter einer Bedingung weiter: drei dumme Antworten und sie fliegt! Na, da sind wir ja mal gespannt, wie es nächste Woche weitergeht.

Christian Rach, 2016
Getty Images
Christian Rach, 2016


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