Fußballerin Hope Solo (30) kämpft bei den Olympischen Spielen in London um ihre zweite Goldmedaille, aber gleichzeitig hat sich auch noch mit etwas ganz anderem zu kämpfen – nämlich mit der Vergangenheitsbewältigung. Hope veröffentlicht im Anschluss an Olympia ihre Autobiografie „A Memoir of Hope“, in der sie ihre harte Kindheit verarbeitet.

Und ihre Erinnerungen haben es wirklich in sich. Denn ihre Mutter war Alkoholikerin und ihr Vater ein Krimineller, der im Gefängnis saß. Genau dort wurde sie während eines Knastbesuchs ihrer Mutter dann auch gezeugt. Zu ihrem Vater, der 2007 an einem Herzinfarkt starb, hat sie ein recht zwiespältiges Verhältnis. Hope verschließt keinesfalls die Augen davor, was für ein Mensch ihr Vater, den sie jahrelang nur unter seinem Spitznamen kannte und dessen richtigen Namen Jeffrey sie erst später erfuhr, war. Lange Zeit, so beschreibt sie laut USA Today in ihrem Buch, hatte sie keinen Kontakt zu ihm und nennt ihn einen „unzuverlässigen Hochstapler“, „Weiberheld“ und „kriminell“. Doch gleichzeitig liebt Hope ihren Papa sehr, was für sie nicht immer leicht war. „Es ist eine komplizierte Sache, zu wissen, wie viel Schmerz mein Vater in meinem Leben und in dem Leben anderer verursacht hat und trotzdem immer noch Liebe für ihn zu empfinden“, gibt die Sportlerin offen zu, „egal, was er getan hat, er war mein Vater. Er hat geholfen, mich zu der Person zu machen, die ich bin. Er hat mich mit Liebe überschüttet.“

Hope Solo spricht in ihrer Autobiografie ganz offen über alles, was ihr im Leben bisher so widerfahren ist und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Da können wir neben der „Hass-Liebe“ zu ihrem Vater sicher noch viel Spannendes über eine Frau lesen, die es als Kämpfernatur von ganz unten nach ganz oben geschafft hat und viel zu erzählen hat.

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Hope SoloBulls / MCT
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