Betrachtet man die Teilnehmerliste des diesjährigen Bundesvision Song Contests, so springen einem namhafte Künstler ins Auge. Mit der Combo Xavas haben sich zwei Herren zusammengetan, die schon als Solo-Künstler immense Erfolge feiern konnten. Pandamaskenträger Cro (20) ist zudem einer der aktuell angesagtesten Künstler und erlebte in den letzten Monaten einen extremen Hype. Auch König Boris weiß als Mitglied von Fettes Brot ganz genau, wie sich ein Platz an der Chartspitze anfühlt. Doch haben bei dieser prominenten Konkurrenz die unbekannten Acts überhaupt eine Chance, den Wettbewerb im Folgejahr in ihr Bundesland zu holen? Kritiker behaupten, der Song Contest sei aufgrund der unterschiedlichen Bekanntheitsgrade der Bands unfair und weniger spannend. Ist das wirklich der Fall?

BuViSoCo-Erfinder Stefan Raab (45) sieht das völlig anders. „Es ist ganz besonders fair, weil diese Veranstaltung ist ja nicht nur dafür da, um sie zu gewinnen, sondern diese Veranstaltung ist dazu da, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Und gerade die jüngeren Bands, die man noch nicht so gut kennt, profitieren ungemein davon, dass auch etablierte Künstler teilnehmen, sonst hätten wir hier eine reine Newcomer-Veranstaltung“, erklärte er in einem Interview bei der heutigen Pressekonferenz zum Event, bei der Promiflash für euch vor Ort war. Es komme auf die richtige Mixtur an, und die sei in diesem Fall genau richtig. „Es ist gut, dass jemand dabei ist wie Xavier Naidoo (40) und Savas (37), König Boris, Cro, der natürlich auch für die Orsons einen guten Impuls bringen wird. Aber auch für alle anderen Künstler, weil deswegen schauen es sich die Leute an. Sie schauen sich das an, weil sie die Namen kennen, und dann haben die eine Chance, auf diesem Zug mitzufahren, die man eben nicht so kennt.“

Es ginge nicht nur darum, die Show zu gewinnen. Ähnlich sieht das auch die Band Madsen, die 2008 selbst antrat und den vierten Platz belegte. „Die Newcomer haben wahrscheinlich keine Chance, den Contest zu gewinnen. Wenn man Xavas und Cro hört, die werden das schon unter sich ausmachen, aber das ist nicht so schlimm, weil wir haben auch nicht gewonnen und haben sehr von diesem Wettbewerb profitiert. Es gibt wenig für junge Bands im deutschen Fernsehen, wo man sich präsentieren kann“, erklärten sie uns im Promiflash-Interview. Obendrein gaben sie aber zu bedenken, dass auch eine so erfolgreiche Truppe wie Deichkind 2005 lediglich den 14. Platz belegt hat. Vielleicht gibt es morgen Abend also eine Überraschung.

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