Schon vor dem Eurovision Song Contest sorgten die Plagiatsvorwürfe gegen die Teilnehmer Cascada für Furore. Ihr Song "Glorious" klinge zu sehr nach dem Vorjahressieger und so hielten sich die Gerüchte, Cascada hätte bei der Komposition des Titels geschummelt.

Wie dwdl.de jetzt jedoch berichtet, sei der Song definitiv kein Plagiat. Ein vom NDR beauftragtes Gutachten soll das nun belegen. "Es lässt sich zusammenfassen, dass 'Glorious' und 'Euphoria' keine urheberrechtlich bedeutsamen Übereinstimmungen aufweisen. Sie sind lediglich stilistisch ähnlich und zeigen nur im Arrangement eine oberflächliche Berührung ohne urheberrechtlichen Belang", so Matthias Pogoda, der seit 1992 als Musikgutachter tätig und zudem Sachverständiger für Plagiatsfragen ist.

Für das Gutachten untersuchte Pogoda die vokale Melodik und das Arrangement beider Lieder mit dem Ergebnis, dass keine auffälligen Ähnlichkeiten im Notenbild zu finden sind. Zwar seien beide Songs mit ähnlichen und stiltypischen Mitteln arrangiert, seien jedoch in Bezug auf das vokale Ideenwerk grundlegend verschieden. Ein wichtiges Fazit, denn ein Plagiat dürfte beim ESC in keinem Fall antreten, was für Cascada unter Umständen sogar die Disqualifizierung bedeutet hätte.

Demnach wird Cascada am 18. Mai in Malmö für Deutschland singen und hoffentlich 12 Punkte bekommen. Nach dem ganzen Medienrummel hätten sie das auch redlich verdient.

WENN
NDR/Willi Weber
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