Der Betrug am Radsport könnte ihn nicht nur seine Fans und Bewunderer, sondern auch eine Menge Geld kosten. Radprofi Lance Armstrong (41) wurde vom US-Justizministerium nun offiziell wegen "unrechtmäßiger Bereicherung" angeklagt. Nebenklagen von ehemaligen Sponsoren und Partnern sowie ein Prozess wegen Meineides könnten folgen.

Armstrong soll nach Willen der Ankläger Sponsorengelder in Millionenhöhe zurückzahlen, schließlich habe er durch sein Doping zahlreiche Verträge verletzt und dem Image der Sponsoren geschadet. Die Firma "US-Postal" gab als Hauptsponsor zwischen 1998 und 2004 rund 40 Millionen Dollar aus. Dazu kamen knapp 18 Millionen Dollar, die direkt an den Rad-Star flossen und die er nun auch zurückzahlen soll. Fall ihn das Gericht schuldig spricht, kann die Schadenssumme sogar noch verdreifacht werden. Das Vermögen des Sportlers wird derzeit auf etwa 80 Millionen Dollar geschätzt und dürfte damit wohl kaum ausreichen, um alle Schulden zu begleichen.

Nachdem Armstrong die Dopingvorwürfe jahrelang leugnete, gab er im Januar in einem Interview mit Oprah Winfrey (59) erstmals zu, dass Doping ein Bestandteil seines sportlichen Erfolges war. Daraufhin wurden dem Texaner seine sieben "Tour de France"-Titel und seine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2000 aberkannt.

Lance Armstrong bei einer Bike Night in Austin
SUZANNE CORDEIRO/Getty Images
Lance Armstrong bei einer Bike Night in Austin
Lance Armstrong, Triathlet
SUZANNE CORDEIRO/AFP/Getty Images
Lance Armstrong, Triathlet
Lance Armstrong im Interview mit Oprah Winfrey
Handout/Getty Images
Lance Armstrong im Interview mit Oprah Winfrey


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