Als erster und auch einziger Präsident ist Barack Obama (52) fast regelmäßig zu Gast bei Jay Leno (63). In der Tonight Show, die jeden Dienstagabend auf NBC läuft, war er diese Woche bereits zum sechsten Mal zu Gast, das vierte Mal als US-Präsident. In den USA macht er sich mit seinen Late-Night-Talkshow-Auftritten nicht nur Freunde, denn sein letzter Auftritt hatte wieder jede Menge Fremdschäm-Potential. Kritische Fragen sind in einer Talkshow eher unerwünscht und bisher hat sich Obama zu den aktuellen, und gleichzeitig sehr pikanten Themen, relativ bedeckt gehalten, doch bei Jay Leno sprach er nun zumindest über das umstrittene Spähprogramm der NSA, Edward Snowden (30) und auch Russland. Ob diese Themen wirklich in einer Talkshow diskutiert werden sollten, ist fragwürdig, hat er doch bis jetzt öffentlich keine Stellung dazu bezogen.

Auf Lenos Witz, dass er sich nun endlich einmal wieder persönlich mit ihm unterhalten könne, weil er sonst ja nur seine E-Mails und Telefonate verfolgt, erklärt Obama: "Wir haben kein Spionage-Programm im Inland." Er versicherte, dass es nur "einige Mechanismen" gibt, mit denen man Telefonnummern und E-Mail-Adressen folgen könne, die mit möglichen Terror-Attacken in Verbindung zu bringen seien. "Diese Information ist nützlich", sagt er.

Zum Whistleblower Snowden äußert sich der Präsident mit Bedacht. "Wir wissen nicht genau, was er getan hat, außer dem, was er im Internet kundgetan hat - für mich ist es wichtig, hier keine Vorverurteilung abzugeben." Zum Thema Russland, das dem "Spion" Asyl gewähren will und sich weigert ihn an die USA auszuliefern, sagt Obama: "Ich bin enttäuscht", und erklärt, dass Russland hin und wieder doch in "das Denken des Kalten Kriegs" zurückfalle. Zu dem G-20-Gipfel, der im September in St.Petersburg stattfinden wird, will Obama dennoch wie geplant reisen. Ob es bei dem geplanten Treffen mit Präsident Wladimir Putin (60) bleibt, steht jedoch noch in den Sternen.

Auch die Botschaftenschließungen der USA in 17 Staaten wurden thematisiert und Jay Leno fragte schließlich allen Ernstes, ob Amerikaner dieses Jahr lieber keine Ferien in Europa machen sollten. Dafür gab Obama Entwarnung und zum Schluss schenkte er seinem "Kumpel" Jay noch ein Spielzeugmodell der Präsidentenlimousine, der sogleich um ein Autogramm bat. Der Auftritt war kaum an Peinlichkeiten zu überbieten, wurden an diesem Abend ernste Themen in einer Talkshow mit lächerlichen Witzen herunter gespielt.

In dem folgenden Video könnt ihr euch selbst ein Bild machen und euch einen Ausschnitt von Barack Obamas Auftritt ansehen:

Michelle Obama und Marian Robinson in Charlotte im September 2012
ROBYN BECK/AFP/GettyImages
Michelle Obama und Marian Robinson in Charlotte im September 2012
Michelle, Sasha, Malia und Barack Obama im August 2016
Getty Images
Michelle, Sasha, Malia und Barack Obama im August 2016
Michelle, Malia und Barack Obama
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Michelle, Malia und Barack Obama


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