Schamloses Affenvideo von Donald Trump erzürnt Barack Obama

Schamloses Affenvideo von Donald Trump erzürnt Barack Obama

- Nele Zuber
Lesezeit: 2 min

Wieder einmal sorgt ein skandalöses Video von Donald Trump (79) für Empörung: Auf seiner eigenen Onlineplattform Truth Social ließ der amtierende US-Präsident einen Clip veröffentlichen, in dem Barack Obama (64) und seine Frau Michelle Obama (62) als Affen dargestellt werden. Die rassistische Verunglimpfung tauchte dort am 5. Februar auf und verbreitete sich rasch im Netz. Während es zunächst still um die Reaktion der Betroffenen blieb, hat Obama nun in einem Podcast-Interview Stellung bezogen. Berichten von RTL zufolge erklärte der Politiker darin, viele Menschen in den Vereinigten Staaten empfänden ein solches Verhalten als "zutiefst verstörend" und kritisierte den Umgangston in der aktuellen Politik scharf.

In dem Gespräch, aus dem das Portal nun zitiert, prangert Obama vor allem den Verlust von Anstand im politischen Alltag an. Ohne Trump beim Namen zu nennen, machte der Ex-Präsident klar, dass er eine Grenze überschritten sieht. "Es scheint keinerlei Scham mehr darüber bei Menschen zu geben, die einst dachten, dass es Anstand, einen Sinn für Anständigkeit und Respekt für das Amt geben sollte. Das ist verloren gegangen", erklärte er im Podcast. Gleichzeitig warnte der Demokrat davor, dass solches Verhalten seiner Ansicht nach den Republikanern bei den anstehenden Kongresszwischenwahlen im November schaden werde. Das umstrittene Affenvideo gilt in den USA bereits als neuer Tiefpunkt der aufgeheizten politischen Debatten.

Barack und Michelle Obama zählen seit Jahren zu den bekanntesten Paaren der amerikanischen Öffentlichkeit. Der frühere Präsident und die ehemalige First Lady haben sich auch nach ihrer Zeit im Weißen Haus ein Leben im Rampenlicht bewahrt. Obama tritt regelmäßig als Autor, Redner und Podcast-Gast auf, während seine Frau mit Büchern, Dokus und Live-Auftritten ihr Publikum erreicht. Beide sprechen immer wieder darüber, wie wichtig ihnen Respekt und ein konstruktiver Umgangston im gesellschaftlichen Miteinander sind. Dass sie nun erneut Ziel eines derart herabwürdigenden Clips wurden, rückt nicht nur die politische Spaltung, sondern auch die persönliche Belastung für prominente Familien in den Fokus.

Barack Obama im Juni 2023
Getty Images
Barack Obama im Juni 2023
Barack und Michelle Obama im Januar 2017
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Barack und Michelle Obama im Januar 2017
Donald Trump und Barack Obama
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Donald Trump und Barack Obama
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