Ist Germany's next Topmodel ein jugendgefährdendes Format? Über diese These wurde schon oft diskutiert. Viele Kritiker der Model-Show sind sich sicher, dass viele junge Mädchen dank GNTM ein falsches Körper-Ideal vermittelt bekommen. Doch bislang durfte das Format weiterhin zur Primetime im TV ausgestrahlt werden. Nun könnte sich das aber ändern. Nach einer Petition zur Absetzung der Sendung sowie einer neuen Studie prüft die Medienanstalt Berlin-Brandenburg Heidi Klums (41) Show.

Heidi Klum
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Heidi Klum

In der Erhebung des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) wurden Patienten mit Essstörungen zum Einfluss von TV-Shows auf ihre Krankheit befragt. 85 Prozent waren daraufhin überzeugt, GNTM würde eine Mitverantwortung daran tragen.

Heidi Klum und Lena Gercke
ActionPress / OHLENBOSTEL,GUIDO
Heidi Klum und Lena Gercke

Wie die NOZ auf Nachfrage erfuhr, werde die Show durch diese aktuellen Ereignisse erneut unter die Lupe genommen. "Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) wird das Format GNTM vor dem Hintergrund der aktuellen IZI-Studie in die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) einbringen und es auf mögliche entwicklungsbeeinträchtigende Wirkungen gemäß § 5 JMStV hin prüfen", sagt eine Referentin des Hauses gegenüber der Zeitung. Demnach könnten massive Konsequenzen drohen, falls die Medienanstalt die Beanstandungen bestätigt. "Sollte die KJM zu dem Ergebnis gelangen, dass durch die Sendungen Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung negativ beeinträchtigt werden könnten, werden die entsprechenden medienrechtlichen Maßnahmen gegenüber ProSieben eingeleitet." Dies würde mitunter eine Sendeplatzverlegung mit sich bringen - ins Spätprogramm.

Heidi Klum, Peyman Amin und Rolf Scheider
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Heidi Klum, Peyman Amin und Rolf Scheider

Allerdings wird die Show schon seit Jahren immer wieder geprüft. Bislang ohne Beanstandungen.