Gerade erst Anfang Juni, also vor nicht einmal zwei Wochen, kam die Nachricht herein, dass FIFA-Präsident Sepp Blatter (79) von seinem Posten zurücktreten wird. Zuerst müsse natürlich ein würdiger Nachfolger gefunden werden, aber wenn es so weit sei, wollte er - gerade erst wiedergewählt - spätestens im kommenden März sein Amt niederlegen - so der eigentliche Plan, der von ihm selbst auf einer Pressekonferenz verkündet wurde. Nun allerdings kommen Gerüchte auf, dass Blatter möglicherweise doch weiterhin Präsident bleiben würde.

Sepp Blatter
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Dies jedenfalls erklärte eine Quelle aus dem engsten Umfeld von Sepp Blatter nun gegenüber der Zeitung Schweiz am Sonntag. Wie es heißt, wollen die Fußballverbände aus Asien und Afrika verhindern, dass der 79-Jährige möglicherweise noch in diesem Jahr zurücktritt. Diesbezüglich erklärt eine Quelle außerdem, dass sich der Noch-Präsident sehr geehrt durch die Unterstützung der beiden Kontinentalverbände fühle und - es nicht ausschließe, doch noch länger im Amt zu bleiben.

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Das könnte auch damit zusammenhängen, dass es wohl schwer werden wird, einen gleichartigen Nachfolger für Sepp Blatter zu finden, so sagte jedenfalls Klaus J. Stöhlker, einst persönlicher Berater des wiedergewählten Präsidenten: "Es ist schwer, jemanden zu finden, der ebenbürtig ist. Blatter hat den Verband zu einem globalen, sehr erfolgreichen Konzern aufgebaut - und er ist ein Spitzendiplomat." Für Stöhlker steht deshalb fest, dass Blatter noch immer eine Chance habe, sein Amt weiterzuführen.

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