Wenn Joe Reaiche seine Kinder im Fernsehen sieht, ist er wie jeder andere Vater auch mächtig stolz. Jedes seiner vier Kinder ist auf dem Weg an die Spitze von Hollywood. Alanna Masterson (27) ist den meisten wohl aus "Walking Dead" bekannt, Danny Masterson (39) aus "Die wilden 70er" und auch seine anderen Söhne Jordan (29) und Christopher wirkten schon in etlichen Filmen mit. Und trotzdem ist der Vater von Traurigkeit geplagt, denn er wird ihnen nie selbst sagen können, mit wie viel Stolz sie ihn erfüllen.

Alanna Masterson
FayesVision / WENN
Alanna Masterson

Joes Kinder sind Anhänger und seiner Meinung nach Opfer von Scientology, denn sie wurden einer Gehirnwäsche unterzogen, wie er gegenüber Vanity Fair sagte. Die Kirche verbiete ihnen den Umgang mit ihm. Auslöser dafür sei ein Zwischenfall vor mehreren Jahren. Damals war Joe selbst noch Mitglied der umstrittenen Glaubensgemeinschaft. Nach hohen Rechnungen und gescheiterten Projekten, wurde er misstrauisch, begann sich von der Kirche und ihren Handhabungen abzuwenden. Seine Frau Carole, die ebenfalls Anhängerin der Kirche ist, entdeckte die Verstöße und meldete sie sogleich der Glaubensgemeinschaft. Nach einem aufwendigen Prozedere musste Joe Scientology schließlich verlassen und verlor damit seine Kinder. Er versuchte Dutzende Male, Kontakt zu seiner Familie herzustellen, doch das wurde strikt unterbunden.

Danny Masterson
Instagram / dannymasterson
Danny Masterson

"Ich liebe meine Kinder. Vielleicht werde ich sie eines Tages treffen. (...) Ich werde ihnen einfach sagen 'Ich liebe dich. Ich hoffe, dir geht es gut. Ich werde dich für den Rest meines Lebens vermissen. Ich werde immer dein Vater sein'", erklärte Joe im Interview. Für ihn ist Scientology eine "sehr tiefe und schäbige Höhle", die seine Kinder verschluckt hat und nicht mehr freigibt. "Ich kann sie nicht reinlegen, ich kann sie nicht entführen, ich kann sie nicht überzeugen, weil sie eine Gehirnwäsche verpasst bekommen haben!" Alles, was dem verzweifelten Vater bleibt, sind Erinnerungen an seine Kinder.

Nikki Nelson/ WENN.com