Nach 16 Jahren trennte sich 2002 das schwedische Kult-Duo Roxette, das im Vorfeld sämtliche Bühnen der Welt erobert hatte, aus damals unbekannten Gründen. Und der plötzliche Cut warf eine Menge Fragen auf. In einer jetzt veröffentlichten Biografie spricht die Sängerin Marie Fredriksson erstmals über ihre schwerste Zeit.

Marie Fredriksson
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Wie das Nachrichtenportal Spot on News jetzt Bezug nehmend auf das Buch "Kärleken till Livet" (zu Deutsch: "Die Liebe zum Leben") und das schwedische Boulevardblatt Expressen berichteten, sei nicht etwa der Hirntumor, der Anfang 2002 bei der Frontfrau diagnostiziert wurde, der Grund für die Trennung gewesen. Viel mehr hätten bandinterne Missstände - vor allem die krasse Männerwirtschaft - dazu geführt, dass das Duo vorerst aus dem Rampenlicht verschwand.

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Die Sängerin habe sich lange (vor allem von ihrem Produzenten) unterdrückt und geärgert gefühlt, im Buch erklärt sie: "Er hat nur mit Per und Clarence kommuniziert. Mich hat er getriezt, bis ich anfing zu weinen." Sie habe es schlichtweg nicht mehr ausgehalten, versuchte stets, so wenig Zeit wie möglich mit der Band zu verbringen. Keine gute Grundlage für große Erfolge. Die Musiker entschieden einvernehmlich, vorerst getrennte Wege zu gehen.

Roxette
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Nachdem der Krebs besiegt war, gab die Band Roxette im Jahr 2009 ihr großes und lang ersehntes Comeback bekannt. Schon sehr bald könnte ein neues Album erscheinen, wie das Werk offenbart. Zudem soll 2016 eine Südamerika-Tournee anstehen.

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