Kritiker-Flop: "Overboard"-Remake erobert Netflix-Charts
"Overboard" ist zurück: Das Remake der 80er-Komödie "Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser" mischt derzeit die Netflix-Charts auf – und das, obwohl die Kritiker den Film regelrecht zerreißen. Die romantische Komödie von 2018 mit Anna Faris (49), Eugenio Derbez und Eva Longoria (50) erzählt laut Kino.de die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, die sich mit mehreren Jobs über Wasser hält, bis sie auf einen reichen, arroganten Unternehmer trifft. Durch diese Begegnung prallen zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander. Nach einem Unfall, bei dem sich die Machtverhältnisse schlagartig drehen, nimmt das Chaos seinen Lauf. Regie für den Film führte Rob Greenberg, der auch am Drehbuch beteiligt war.
Die Geschichte setzt auf Missverständnisse, neue Rollenbilder und die Frage, wie sehr die Windungen des Schicksals einen Menschen verändern können. Auf Rotten Tomatoes zeigt sich der Riss zwischen Publikum und Presse klar: Nur 24 Prozent bei der Fachkritik, aber immerhin 54 Prozent Zustimmung beim Publikum. Ein Zuschauer fasst seinen ambivalenten Eindruck so zusammen: "Als Remake ist er natürlich sehr vorhersehbar. Trotzdem hat er mich zum Lachen gebracht und mir ein warmes Gefühl gegeben." Andere Stimmen nennen den Film "cringe" und sprechen von Witzen, die "so langweilig wie Spülwasser" seien. Trotzdem scrollen sich viele Nutzer aktuell zu "Overboard" vor – und lassen den Film in den Charts nach oben klettern.
Das Original von 1987 ist bis heute ein Kind seiner Zeit – eine federleichte Komödie, die mit Charme und Screwball-Energie punktete und bis heute nostalgische Gefühle weckt. Die Neuverfilmung versucht, dieses Erbe mit einer zeitgemäßen Schablone zu verbinden: neue Rollenbilder, andere Startbedingungen, derselbe Funke zwischen zwei Menschen, die einander eigentlich nicht ausstehen können. Für Fans des Genres ist es oft genau diese Mischung aus Kollision und Annäherung, die hängen bleibt: alltägliche Sorgen prallen auf Luxusprobleme, und plötzlich zählt, wer zuhört, wer Verantwortung übernimmt und wer über den eigenen Schatten springt. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann das Remake jetzt auf Netflix streamen – das Original aus den Achtzigern ist dort ebenfalls zu finden und lädt zu einem direkten Vergleich der beiden Versionen ein.






