Erst im Frühjahr diesen Jahres schockte Kult-Talker Jürgen Domian (57) mit der Ankündigung, dass er sich nach über 20 Jahren aus dem Radio- und TV-Geschäft zurückziehen möchte. Doch nicht nur der Abschied von seiner Sendung Domian sei bereits beschlossene Sache, auch seinen eigenen Tod hat er gedanklich des Öfteren durchgespielt und geplant.

Jürgen Domian
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Seit 1995 war er die nächtliche Anlaufstelle für viele Menschen mit Redebedarf, Sorgen oder krassen Erfahrungen, beziehungsweise Neigungen. Nach allerhand kuriosen Geschichten, die er von seinen tausenden Anrufern zu hören bekam, offenbarte er jetzt seine eigenen, krassen Vorlieben. Mit der Welt am Sonntag sprach der gebürtige Gummersbacher über seine Vorstellungen in Bezug auf den Tod. Er würde am liebsten per Himmelsbestattung an die Geier verfüttert werden: "Hierbei wird der Leichnam im Freien zerstückelt und den Geiern zum Fressen angeboten", verriet der Radiomoderator dem Magazin und erklärte: "Somit schenkt ein toter Körper einem anderen Lebewesen Energie und Kraft." Da dieses Ritual in Europa allerdings verboten sei, müsse er auf wesentlich konventionellere Wege zurückgreifen.

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Da er bereits sein ganzes Leben mit dem Thema Tod konfrontiert wurde, gehe er damit mittlerweile eher unsentimental um. Seinen neumodernen Vorstellungen bleibt er trotzdem treu: "Wenn ich es für mich entscheide: verbrennen und anschließend irgendwo anonym verstreuen oder verscharren."

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Vor einigen Jahren hat er über diese Ansichten bereits ein Buch veröffentlicht: "Interview mit dem Tod", das bereits 2012 erschienen ist, handelt von seiner Auseinandersetzung mit dem gefürchteten Thema Tod. Bleibt zu hoffen, dass der 57-Jährige WDR-Journalist noch viele Jahre Zeit hat, sich sein Lebensende auszumalen.