Normalerweise begeistert die Wahl der Miss World mit glamourösen Kleidern, jeder Menge Emotionen und wunderschönen Frauen. Eine der bildhübschen Kandidatinnen bleibt dem Beauty-Event in diesem Jahr jedoch fern - unfreiwillig: Das kanadische Model Anastasia Lin darf nicht in das Veranstaltungsland China einreisen.

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Ohne Visum im Gepäck sitzt Anastasia nun am Flughafen von Hongkong fest. Da sie keine offizielle Einladung des Schönheitswettbewerbes bekam, konnte sich die 25-Jährige vor Antritt ihres Fluges nicht um eine Einreisegenehmigung kümmern. Als Kanadierin ist es ihr jedoch eigentlich gestattet, die notwendigen Papiere erst am Zielort zu beschaffen. Allerdings ist die Brünette gebürtige Chinesin und setzt sich öffentlich gegen die Menschenrechtsverletzungen ihres Heimatlandes ein. Dieses Engagement wurde ihr in Hongkong nun zum Verhängnis. "Die Ablehnung ist zwar unglücklich, kommt aber nicht völlig unerwartet. Die chinesische Regierung hat mich aus politischen Gründen nicht antreten lassen", erklärt das Model in der kanadischen Zeitung The Globe and Mail.

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"Sie versuchen mich für meine Weltanschauung zu bestrafen und wollen verhindern, dass ich mich bei der Misswahl öffentlich dazu äußere", begründet Anastasia die Situation weiter. Die kanadische Schönheitskönigin ist nicht nur politisch aktiv, sondern bezeichnet sich auch als Anhängerin der Falun-Gong-Bewegung. Diese spirituelle Bewegung ist in China seit 1999 verboten.

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