"Interessiert niemand": Timothée Chalamet lästert über Oper
Timothée Chalamet (30) hat sich mit seiner jüngsten Äußerung ordentlich Ärger eingehandelt. Der Schauspieler sprach im Februar an der University of Texas mit seinem Kollegen Matthew McConaughey (56) über die Bewahrung des Kinos und ließ dabei abfällige Bemerkungen über andere Kunstformen fallen. "Ich möchte nicht beim Ballett oder an der Oper arbeiten, oder bei Dingen, bei denen es heißt: 'Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert'", sagte Timothée in dem Gespräch, das von Variety veröffentlicht wurde. Zwar fügte er schnell hinzu, dass er "großen Respekt für alle Ballett- und Opernleute da draußen" habe, scherzte dann aber weiter: "Ich habe gerade 14 Prozent meiner Zuschauer verloren."
Die Reaktionen aus der Kunstwelt ließen nicht lange auf sich warten. Die kanadische Sängerin Deepa Johnny bezeichnete Timothées Worte gegenüber Variety als "enttäuschende Sichtweise" und betonte, dass Künstler "über Disziplinen hinweg zusammenkommen" sollten, um diese Kunstformen zu unterstützen. Schauspielerin Jamie Lee Curtis (67) fragte in ihrer Instagram-Story: "Warum greifen Künstler andere Künstler an?" Auch der Choreograf Martin Chaix meldete sich zu Wort und erklärte, dass Ballett "sehr lebendig" sei und in einer Welt, in der künstliche Intelligenz das Kino verändere, die unmittelbare menschliche Präsenz von Ballett und Oper wichtiger denn je werde.
Opernhäuser und Ballettensembles weltweit nutzten Timothées Aussagen als Gelegenheit, ihre Relevanz zu demonstrieren. Die Metropolitan Opera in New York veröffentlichte ein Video ihrer Mitarbeiter hinter den Kulissen mit der Überschrift "Das hier ist für dich, Timothée Chalamet". Das English National Ballet betonte auf Instagram, dass über 200.000 Menschen ihre Aufführungen besucht hätten und ihre Social-Media-Inhalte über 65 Millionen Aufrufe verzeichneten. Mit Humor reagierte die Seattle Opera und bot mit dem Promocode TIMOTHEE einen Rabatt von 14 Prozent auf ausgewählte Plätze für "Carmen" an. "Timmy, du bist herzlich eingeladen, ihn auch zu nutzen", schrieb das Opernhaus auf Instagram.









