Die Wellen der Begeisterung schlugen hoch, als endlich zweifelsfrei feststand, dass es tatsächlich ein Revival der Hitserie Gilmore Girls geben würde und sich nach und nach immer mehr Darsteller am Set zurückmeldeten. Jetzt wurden endlich die ersten offiziellen Fotos veröffentlicht. Doch leider sorgt das Show-Comeback nicht nur für Freude, sondern auch für Ärger.

Lauren Graham & Scott Patterson am "Gilmore Girls"-Set
Saeed Adyani/Netflix
Lauren Graham & Scott Patterson am "Gilmore Girls"-Set

Einer der Produzenten der Originalserie fühlt sich nun missachtet und verklagt Warner Bros. Television aufgrund der neuen Netflix-Folgen wegen Vertragsbruchs, wie Entertainment Weekly berichtet. Gavin Polone entwickelte zusammen mit Amy Sherman-Palladino die Serie "Gilmore Girls" im Jahr 1999 und fungierte im kompletten Verlauf der TV-Show als Executive Producer. Bei der Neuauflage ist er nicht mehr mit von der Partie, klagt aber jetzt auf einen Anteil an den Einnahmen.

Matt Czuchry
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In seinem Vertrag mit Warner Bros. sei vermerkt, dass er für jede GG-Episode die nach 2003 entstünden, 32.000 Dollar bekäme und auch an den Gewinnen der Sendung beteiligt würde. Deshalb fordert er jetzt Schadensersatz im Wert von 195.000 Dollar ein. Ein klarer Fall, so scheint es. Ganz so einfach ist es aber nicht. Denn es gibt einige Punkte, die gegen den von Polone beklagten Vertragsbruch sprechen.

Lauren Graham und Alexis Bledel alias Lorelai und Rory
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Lauren Graham und Alexis Bledel alias Lorelai und Rory

Das offensichtlichste Gegenargument bestehe darin, dass es sich beim Revival genaugenommen nicht um eine TV-Serie handelt. Sie werde schließlich für den Streaming-Dienst Netflix und nicht für einen Fernsehsender produziert. Offenbar bezogen sich die früheren Vereinbarungen spezifisch auf "Gilmore Girls" als Fernsehserie. Außerdem, so argumentiert man bei Warner Bros., sei das Comeback ein neues, aus der Originalshow abgeleitetes Projekt - und auf dieses habe Gavin Polone keinerlei Ansprüche. Der Ausgang des sich anbahnenden Rechtsstreits ist aktuell also noch nicht abzusehen.