Prinz Marcus von Anhalt (49) kam Donnerstagnachmittag nach zwei Jahren Rechtsstreit aus dem Gefängnis frei. Seine Anwälte konnten beweisen, dass der Pass des Vorbestraften abgelaufen ist und er deshalb während der Verfahrenspause nicht außer Reichweite flüchten kann. Der vorbestrafte Geschäftsmann wurde wegen Steuerhinterziehung in Höhe von über 800.000 Euro zur Haftstrafe verurteilt. Seine erste Amtshandlung als freier Bürger war ein Besuch seines Ulmer Puffs.

Prinz Marcus von Anhalt vor einem Luxusschlitten
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Prinz Marcus von Anhalt vor einem Luxusschlitten

"Wir freuen uns für den Mandanten, dass er sich trotz der vielen Stolpersteine nun endlich in Freiheit gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen kann", erklärte der Kölner Anwalt Patrick Rehkatsch nach Prinz Marcus von Anhalts Entlassung gegenüber der Bild. Doch der Protz-Prinz scheint nichts gelernt zu haben. Denn nachdem er wegen illegaler Machenschaften im Rotlichtmilieu im Knast saß, sah er direkt nach seiner Freilassung als erstes in seinem Ulmer Puff nach dem Rechten. Anschließend fuhr sein Chauffeur ihn wohl zu seiner Tochter.

Prinz Marcus von Anhalt
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Prinz Marcus von Anhalt

Dass der Skandal-Prinz Donnerstag wirklich freikommt, war bis zuletzt fraglich. Das Verfahren ist mit der Freilassung nicht abgeschlossen, sondern soll im Mai wieder aufgerollt werden. Der Adoptiv-Sohn von Prinz Frédéric von Anhalt (72) und Zsa Zsa Gabor (99) sollte während dieser Verfahrenspause auf freien Fuß gelassen werden. Doch der Richter befürchtete, der Steuerhinterzieher würde trotz einer Sicherheitsleistung von 200.000 Euro fliehen. Nachdem seine Anwälte nachweisen konnten, dass sein Reisepass abgelaufen ist und er damit nicht außer Reichweite fliehen kann, wurde er gegen 14 Uhr aus der JVA Augsburg-Gablingen entlassen.

Prinz Marcus von Anhalt
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