Seit Wochen klingt die Debatte um das sogenannte "Schmähgedicht" von Jan Böhmermann (35) auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht ab. Der Satiriker wurde wegen Beleidgung eines Landesoberhauptes angezeigt und muss sich bald vor Gericht das erste Mal verantworten. Nun hat es auch einen seiner Sympathisanten getroffen.

Jan Böhmermann
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Gegen den Axel Springer-Chef Mathias Döpfner soll nach dpa-Berichten jetzt eine einstweilige Verfügung beantragt worden sein. Der Manager hatte sich nach der Kritik an Böhmermann für ihn ausgesprochen: "Ich möchte mich, Herr Böhmermann, vorsichtshalber allen Ihren Formulierungen und Schmähungen inhaltlich voll und ganz anschließen und sie mir in jeder juristischen Form zu eigen machen." Das reichte Erdogan offenbar aus, um auch gegen ihn juristische Schritte einzuleiten. Eine Sprecherin des Verlagshauses erklärte allerdings: "Uns liegen keinerlei Informationen oder Schriftstücke dazu vor."

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Es kursieren allerdings bereits Gerüchte, dass das Kölner Landgericht dem Antrag nicht stattgeben wolle. Erdogans Medienanwalt Ralf Höcker hatte bereits deutlich gemacht, seinem Klienten nahelegen zu wollen, in die zweite Instanz zu gehen, falls das Gericht die Verfügung nicht zulassen wolle.

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