Die Schocknachricht um Profikicker Marco Russ erschüttert Deutschland. Der Kapitän von Eintracht Frankfurt erfuhr durch eine Dopingprobe, dass er einen Tumor hat. Dennoch spielte er nur kurz nach der Diagnose am Donnerstag im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Nürnberg - und "erzielte" ein Eigentor, das Spiel endete unentschieden. Heute gab es das entscheidende Rückspiel - und es hätte spannender nicht sein können!

Dieser Tag dürfte für Marco Russ ein guter Tag gewesen sein. Neben der Angst vor dem Tumor hat der Eintracht-Kapitän zumindest heute allen Grund zur Freude. Am Montagabend gewann er mit seiner Mannschaft das Rückspiel in der Relegation gegen Nürnberg mit 1:0, sein Team bleibt somit in der ersten Bundesliga! Was für eine Erleichterung - und ein Lichtblick in diesen dunklen Tagen, in denen wohl vor allem die Angst übermächtig ist. Mannschaftskollege Änis Ben-Hatira machte schon vor dem Spiel klar: "Am Montag für Marco und die Eintracht! Auf jetzt!"

Und das Team hat es tatsächlich geschafft. Dieser Sieg gehört Marco Russ. Nun muss er seinen eigenen ganz persönlichen Kampf gewinnen. Am Dienstag wird er operiert.

Marco Russ im Bundesligaspiel von Eintracht Frankfurt gegen den FC Augsburg im August 2015Getty Images
Marco Russ im Bundesligaspiel von Eintracht Frankfurt gegen den FC Augsburg im August 2015
Marco Russ, Innenverteidiger von Eintracht FrankfurtDANIEL ROLAND/AFP/Getty Images
Marco Russ, Innenverteidiger von Eintracht Frankfurt


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