Norwegen-Royals in Sorge: König Harald lädt zu Krisentreffen

Norwegen-Royals in Sorge: König Harald lädt zu Krisentreffen

- Sandra Janke
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König Harald V. (89) hat nach seiner Rückkehr aus dem Teneriffa-Urlaub ein Krisentreffen in seiner privaten Residenz in Kongsseteren einberufen. Wie die norwegische Zeitung Se og Hør berichtet, versammelte der Monarch die engsten Familienmitglieder um sich, um gemeinsam einen Weg aus der schweren Krise zu finden, die das norwegische Königshaus seit der Veröffentlichung der Epstein-Akten erschüttert. An dem Treffen nahmen neben Königin Sonja (88) auch Kronprinz Haakon (52), Kronprinzessin Mette-Marit (52), Prinzessin Märtha Louise (54) und ihr Ehemann Durek Verrett (51) teil. Ziel war es, einen Plan zu entwickeln, um die Turbulenzen zu bewältigen, die durch die Verbindung von Mette-Marit zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) entstanden sind.

Die Zusammenkunft gestaltete sich offenbar schwierig: Laut einem Insider versuchte die Familie zwar, gemeinsam eine Strategie zu erarbeiten, doch der Prozess erwies sich als kompliziert, weil man sich nicht auf den weiteren Weg einigen konnte. Der Name der Kronprinzessin tauchte Ende Januar über 1.000 Mal in den vom US-Justizministerium veröffentlichten Akten auf. E-Mails aus den Jahren 2011 bis 2014 deuten auf eine auffällige Nähe zwischen ihr und Jeffrey hin. Mette-Marit ließ daraufhin über den Palast um Entschuldigung bitten und zog sich anschließend nahezu vollständig aus der Öffentlichkeit zurück. Der Palast selbst äußerte sich auf Anfrage von Se og Hør nicht zu dem Krisentreffen.

Die Situation belastet das Königshaus enorm. Der Palast erklärte Anfang Februar, dass Mette-Marit über das Geschehene sprechen und sich ausführlicher erklären möchte. Weiter hieß es: "Allerdings ist sie momentan nicht in der Lage. Die Kronprinzessin befindet sich in einer äußerst schwierigen Lage. Sie hofft, dass verstanden wird, dass sie Zeit braucht, um sich zu sammeln." Seither herrscht Schweigen, öffentliche Erklärungen bleiben aus. Stattdessen wird auf den schlechten Gesundheitszustand der Kronprinzessin verwiesen, die seit einigen Jahren an Lungenfibrose leidet. Die Skandalveröffentlichung erfolgte nur vier Tage vor Prozessbeginn gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (29), was die Belastung für die Familie zusätzlich verschärfte.

Kronprinzessin Mette-Marit, Kronprinz Haakon, Königin Sonja und König Harald von Norwegen
Getty Images
Kronprinzessin Mette-Marit, Kronprinz Haakon, Königin Sonja und König Harald von Norwegen
Kronprinz Haakon von Norwegen und Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen, 2023
Imago
Kronprinz Haakon von Norwegen und Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen, 2023
Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
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Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
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