Rihanna (28) gehört eindeutig zu den absoluten Superstars der Branche - ihre Auftritte sind heiß begehrt. Schon deshalb wunderte es, dass ihr Konzert in Köln gestern nicht ausverkauft war. Aber immerhin 31.000 Fans fanden ihren Weg zu ihrem Auftritt in der Stadt am Rhein. Doch die brauchten starke Nerven und viel Geduld, ehe sie Rihanna endlich zu sehen bekamen - und ihre Show sorgte für gemischte Bewertungen. Enttäuschte Rihanna etwa?

Rihanna in London
RV/WENN.com
Rihanna in London

Aufgrund stark erhöhter Sicherheitsvorkehrungen nach den Attacken in Europa in der letzten Zeit gab es stundenlange Wartezeiten beim Einlass, die Sängerin selbst erschien erst mit einstündiger Verspätung auf der Bühne, powerte dann zwar 90 Minuten durch, verschwand jedoch ohne eine einzige Zugabe wieder. Entsprechend gemischt sind die Stimmen der Presse. "So wie ihr Albumtitel ('Anti') war auch die Show des Megastars konzipiert. Weg vom Glitzer-Glamour gängiger Mainstream-Popsternchen hin zu einer minimalistischen Show ohne viele Extras. Die gut 30. 000 Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Rheinenergie-Stadion huldigten ihren Star dafür mit tosendem Applaus", lautete das positive Feedback von Westdeutsche Zeitung.

Rihanna bei ihrer "Anti"-Welttournee
EDV / Splash News
Rihanna bei ihrer "Anti"-Welttournee

Kritischer klingt schon die Beschreibung der Kölnischen Rundschau, der Rihannas Showeinlagen nicht so gefielen: "(...) wenn sie auf allen Vieren durch einen Plexiglas-Catwalk kriecht, der über den Köpfen vom Innenraum zur Bühne gezogen wird. Aus der Ferne wirkt das wie eine krude Mixtur von Peep-Show und Aquarium." Andere Medienvertreter zeigten sich sogar noch deutlich kritischer und enttäuschter. Die Rheinische Post kommentierte die Show auf dem Plexiglas-Steg so: "So sieht Laszivität aus, wenn man sie vor einem Werbebanner von Gaffel Kölsch ausprobiert. Mancher Kommentator hält das für weibliche Selbstermächtigung, in Wirklichkeit ist es billig und – Verzeihung – echt asi."

Rihanna bei den Billboard Music Awards 2016
Kevin Winter/Getty Images
Rihanna bei den Billboard Music Awards 2016

"Irgendwann während dieses in jeder Hinsicht mageren Auftritts fragte man sich, ob Musik vielleicht einfach nicht mehr so ihr Ding ist. Rihanna wirkte stellenweise wie die Parodie einer Sängerin, den Hit 'Work' etwa sang sie nur gelegentlich mit, 'Rude Boy' gar nicht, was das Stück wie eine Instrumentalversion wirken ließ, und ansonsten beschränkte sie sich größtenteils darauf, das Playback mit Lautmalerei zu verzieren", so das wenig schmeichelhafte Urteil der Rheinischen Post, das mit einem traurigen Fazit endete: "Sie war zumindest an diesem Abend weit weg von der Lässigkeit, die man ihr zuschreibt, das dokumentiert auch die Auflage, dass keine Pressefotografen kommen durften. Offenbar will sie nicht, dass man die Wahrheit abbildet."

Rihanna beim Verlassen des Grand Hotel in Stockholm
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Rihanna beim Verlassen des Grand Hotel in Stockholm

Wie aber lautet das Urteil der Fans? Die schienen überwiegend begeistert davon, ihr Idol endlich hautnah zu erleben. Während Rihannas Verspätung gab es zwar noch Pfiffe und Buhrufe, später war jedoch nur noch Begeisterung zu spüren. Und auch auf den Social-Media-Seiten überwiegt die Euphorie. Nur eine Kritik gab es an der Musikerin: "Ich liebe RiRi so sehr, aber diese Tanzschritte sind soooo schrecklich...Sie braucht einen besseren Choreografen...und muss mehr Elan hinein stecken", schrieb ein Fan auf RiRis Instagram-Seite.

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