Einmal bei den Olympischen Spielen antreten: Das ist der Traum vieler Athleten. Doch das sportliche Großereignis verlangt den Teilnehmern alles ab. Auf dem Weg zu den Medaillen werden Blut, Schweiß und Tränen vergossen. Diskuswerfer Robert Harting verriet jetzt, wie "weh" Olympia wirklich tut.

Diskuswerfer Robert Harting
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Diskuswerfer Robert Harting

"Dabei sein ist alles": Dieses Motto gilt nicht für Robert. Der 31-Jährige gibt bei Olympia alles - und quält sich für den Erfolg auch über die Schmerzgrenze hinaus. Denn nach einem Kreuzbandriss und einer Schulterverletzung ist für den Diskuswerfer jeder Tag eine Überwindung - weil sein Körper überall wehtut. Das offenbarte Robert jetzt in einem Interview mit der B.Z. am Sonntag. "Bei jedem Wurf oder jeder Krafteinheit tut es weh – das sind 70 bis 80 Wiederholungen am Tag. Also 70- bis 80-mal Schmerzen", so der gebürtige Cottbusser, der bei Olympia 2012 eine Gold-Medaille holte. An schmerzfreie Tage kann der Profi-Sportler sich nur noch vage erinnern: "Das war im September 2015 beim Urlaub in New York. Aber eigentlich kannst du als Sportler Schmerzen auch in der Freizeit nicht einfach abschalten."

Robert Harting im Juli 2016
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Robert Harting im Juli 2016

Doch trotz seines Leidens will Robert bei den diesjährigen Sommerspielen wieder auf dem Treppchen stehen. Denn für den Athleten gibt es auch "schöne Schmerzen" - und die hat er nach einem Sieg.

Robert Harting und Julia Fischer beim "Sportler des Jahres" in Baden-Baden (2014)
THOMAS KIENZLE/AFP/Getty Images
Robert Harting und Julia Fischer beim "Sportler des Jahres" in Baden-Baden (2014)