Im Skandal um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gibt es neue Erkenntnisse. Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat nun Ermittlungen gegen Franz Beckenbauer (70) eingeleitet!

Franz Beckenbauer bei einer öffentlichen Veranstaltung
WENN
Franz Beckenbauer bei einer öffentlichen Veranstaltung

Als Chef der deutschen WM-Bewerbung war Beckenbauer maßgeblich daran beteiligt, dass die WM 2006 an Deutschland ging. Erst Jahre später kamen Gerüchte über Bestechungszahlungen in Millionenhöhe auf. Jetzt wurde erstmalig in der Schweiz wegen sogenannter "ungetreuen Geschäftsbesorgung" ermittelt. Brisant daran: Bei den Eidgenossen droht Franz Beckenbauer für dieses Vergehen sogar eine Haftstrafe!

Franz Beckenbauer, Fußballlegende
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Franz Beckenbauer, Fußballlegende

Demnach sollen von einem Konto von Franz Beckenbauer und seinem Manager sechs Millionen Schweizer Franken zunächst an eine Anwaltskanzlei und letztendlich auf das Konto eines FIFA-Funktionärs in Katar geflossen sein. Der weitere Verbleib des Geldes ist unbekannt. Es wird vermutet, dass das Geld an weitere Funktionäre von anderen Verbänden weitergeleitet wurde.

Franz Beckenbauer beim "Energy For Life Christmas Ball For Children" in Wien
Getty Images/ Monika Fellner
Franz Beckenbauer beim "Energy For Life Christmas Ball For Children" in Wien

Bei der Vergabe einer Weltmeisterschaft hat jeder Verband gleiches Stimmrecht. Bei dem Skandal ging es darum, sich Stimmen für eine Ausrichtung des Turniers zu beschaffen.