Deutschland marschierte beim Confed-Cup-Spiel am Donnerstag Abend souverän ins Turnierfinale ein. Mit 4:1 schlug "Die Mannschaft" überforderte Mexikaner deutlich. Zu einem kleinen Eklat kam es jedoch abseits des Platzes. Kommentator Tom Bartels (51) sorgte mit einer vermeintlich rassistischen Aussage über Verteidiger Antonio Rüdiger in den sozialen Netzwerken für Diskussionen.

Bartels verwendete in Bezug auf den dunkelhäutigen, deutschen Kicker Rüdiger die gebräuchliche Redewendung "nicht den Affen machen". Auf Twitter mahnten Nutzer daraufhin die Wortwahl des ARD-Kommentators an: "Also, dass der Bartels Rüdiger vorwirft er würde einen 'Affen machen' finde ich grenzwertig. Hoffe, er hat es selbst gemerkt." Bartels wurde noch während des Spiels auf die Kontroverse hingewiesen und reagierte professionell und glaubwürdig: "Ich bitte Sie, das ist nicht in irgendeiner Form rassistisch gemeint."

Rüdiger machte erst vor dem Confed-Cup öffentlich, dass er bei Spielen seines AS Roms von gegnerischen Fans immer wieder aufgrund seiner Hautfarbe angefeindet werde. Der Ex-Profi Stefano Eranio sorgte bereits 2015 mit einer Aussage über den Kicker in einem TV- Interview für einen traurigen Rassismus-Höhepunkt: "Farbige Spieler, wenn sie in der Defensiv-Reihe sind, machen oft Fehler, weil sie unkonzentriert sind. Sie sind physisch stark, aber wenn es ums Denken geht, machen sie oft Fehler."

Antonio Rüdiger, FußballerActionPress
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Tom Bartels, SportkommentatorPUBLIC ADDRESS / action press
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Antonio Rüdiger, NationalspielerActionPress
Antonio Rüdiger, Nationalspieler
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Nein, er hat das nicht rassistisch gemeint.
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Ja, in diesem Bezug hätte er andere Worte wählen müssen.


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