Wer trägt die Verantwortung für das furchtbare Unglück? Am 24. Juli 2010 starben bei einer Massenpanik auf der Love Parade 21 Menschen. 541 Besucher des Musikfestivals wurden verletzt. Nach mehr als sieben Jahren hat nun der lang erwartete Strafprozess begonnen.

In 111 Verhandlungstagen soll geklärt werden, wer die Schuld an der schrecklichen Katastrophe trägt. Wie Spiegel Online berichtete, befinden sich unter den Angeklagten sowohl Mitarbeiter des damaligen Veranstalters Lopavent als auch Angestellte der Stadt Duisburg. Ihnen werden fahrlässige Tötung und Körperverletzung vorgeworfen. Wegen des großen öffentlichen Interesses findet der Prozess nicht in einem Gerichtssaal, sondern im Kongresszentrum in Düsseldorf statt. Dort können 500 Besucher das Verfahren auf drei Großbildleinwänden verfolgen. Unter den Zuschauern befinden sich vor allem Opfer und Angehörige.

Im Juli 2010 fanden sich über 1,4 Millionen Menschen in Duisburg zusammen, um das wohl größte Musikfestival der Welt zu feiern. Durch Planungsfehler und fehlgeleitete Besucherströme kam es dann an einem Tunnel zur Panik. Als alle Menschen gleichzeitig das Gelände verlassen wollten, wurden viele Menschen verletzt. Für einige von ihnen kam jede Hilfe zu spät.

Love Parade-Prozessauftakt im Kongresszentrum Düsseldorf 2017Getty Images / INA FASSBENDER
Love Parade-Prozessauftakt im Kongresszentrum Düsseldorf 2017
Love Parade-Parade Gedenkstätte in DuisburgGetty Images / Lukas Schulze
Love Parade-Parade Gedenkstätte in Duisburg
Love Parade-Gedenktafel in DuisburgGetty Images / Sascha Schuermann
Love Parade-Gedenktafel in Duisburg


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