Es war eine schockierende Nachricht für ganz Deutschland. Am 24. Juli 2010 kam es zu einer entsetzlichen Massenpanik, die das Land für viele Monate in Schrecken ließ. Die Loveparade galt davor jahrelang als der Ausnahme-Rave, ein Event für alle Feierwütigen und Techno-Liebhaber. Doch dieser 24. Juli verlieh der bisherigen Spaß-Veranstaltung einen ganz neuen tieftraurigen Beigeschmack.

Die Loveparade-Katastrophe von Duisburg kostete 21 Menschen das Leben. Darüber hinaus wurden über 500 Menschen verletzt - bis heute kämpfen viele mit den psychischen Folgen. Und trotzdem wurde bis jetzt noch niemand zur Verantwortung gezogen. Unverständlich, nicht nur für die Angehörigen der Loveparade-Opfer. Jetzt aber, dreieinhalb Jahre nach der tragischen Massenpanik soll es endlich so weit sein. Wie der Focus berichtet, steht nun die Anklageschrift vonseiten der Staatsanwaltschaft Duisburg. Das heißt, eine mögliche Anklageerhebung könnte im Frühjahr 2014 möglich sein. Anders als bisher erwartet werden aber nicht 16 Beschuldigte angeklagt, sondern lediglich zehn oder elf Personen. Eine weitere unerwartete Entwicklung ist der Verzicht der Anklage des ehemaligen Polizeidirektors.

Wer nun wirklich zur Verantwortung gezogen wird, ist erst mit der endgültigen Veröffentlichung der Anklageschrift sicher. Aber vielleicht kann nach einem gerechten Prozess endlich ein bisschen Ruhe für alle Betroffenen eintreten.

ActionPress/SCHROTH, CHRISTIAN
WENN
ActionPress/MÜMKEN,ANDREAS


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