Erneut ist einem AfD-Politiker über Twitter eine sehr umstrittene Äußerung rausgerutscht. Nachdem Boris Becker-Spross Noah Becker (24) Berlin als "weiße Stadt" bezeichnet hatte, nannte ihn der Bundestagsabgeordnete Jens Maier am 2. Januar "kleinen Halbneger". Wegen dieser rassistischen Parole könnte er bald vor Gericht stehen.

Noah Becker, Künstler und MusikerThomas Niedermueller / Getty Images
Noah Becker, Künstler und Musiker

Wie die Welt berichtet, habe die Dresdener Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen den Politiker eingeleitet und auch der Bundestag stelle sich diesen Ermittlungen nicht in den Weg. In einer E-Mail an den Parteisprecher der AfD hatte Maier noch versucht, den Fauxpas zu erklären: "Die Betreuung des Twitter-Accounts habe ich einem Mitarbeiter übertragen, bei dem ich, bis jetzt, keinen Zweifel hatte, dass er seine Sache ordentlich macht." Nach der Beleidigung gegen den Becker-Sohn habe er seinen Angestellten jedoch nur zur Rede gestellt und abgemahnt.

Noah und Boris Becker an seinem 50. GeburtstagSplash News
Noah und Boris Becker an seinem 50. Geburtstag

Vor seiner Tätigkeit im Bundestag war der AfD-Politiker übrigens Richter am Dresdner Landgericht. Die Strafe für den 56-Jährigen könnte eine saftige Geldstrafe oder sogar ein Jahr Haft sein. Neben der Anzeige gegen den Rechtspopulisten sorgte Noahs Anwalt mit einer einstweiligen Verfügung auch dafür, dass der Tweet gegen den Musiker gelöscht wird.

Noah Becker auf der "Bread & Butter" 2017Brian Dowling/Getty Images for Zalando
Noah Becker auf der "Bread & Butter" 2017
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Nicht gut. Es ist besser, solchen Politikern so wenig Aufmerksamkeit wie möglich zu schenken!


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