Er ist sich treu geblieben. Seit dem Beginn seiner Karriere in den 80er Jahren macht Rupert Everett keinen Hehl aus seiner Homosexualität und scheute nie davor zurück, sich als Schauspieler auf einen bestimmten Charakter festzulegen. Seine wohl bekannteste Rolle ist schließlich die des schwulen BFFs von Julia Roberts (50) in "Die Hochzeit meines besten Freundes". In seinem aktuellen Film, "The Happy Prince", spielt der Brite den homosexuellen Schriftsteller Oscar Wilde, den er sehr bewundert. Für ihn ist der Autor der Begründer der Bewegung für Schwulenrechte.

Auf der Pressekonferenz der diesjährigen Berlinale sprach Rupert von der Bedeutung des Iren für die Geschichte: "Homosexualität war vor Wilde niemandem ein Begriff. Sie wurde von der Gesellschaft überhaupt nicht diskutiert." Die letzten 100 Jahre seien in der Entwicklung der Menschheit schließlich nur ein Bruchteil, in dem man so viel erreicht habe: "Wir sind in dieser kurzen Zeit von 'Ein Mann wurde für seine Sexualität beinahe umgebracht' zu 'Alle sind fast überall akzeptiert' gekommen." Die heutige LGBTQ-Gemeinde könne daraus eine Menge Mut schöpfen. Ruperts Filmrolle hatte diese Position in der Gesellschaft jedoch noch nicht: Wilde wurde wegen seiner Homosexualität zu zwei Jahren Haft verurteilt, die ihn so erschöpften, dass er nur wenig später im Alter von 46 Jahren verstarb.

Der Darsteller des irischen Poeten äußert sich des Öfteren öffentlich zum Thema Homosexualität und provoziert damit hin und wieder. 2012 sprach er beispielsweise seinem Kollegen John Travolta (64) sein Mitleid aus, da der sich nicht traue, sich zu outen.

Oscar Wilde, Schriftsteller und PoetW. & D. Downey/Hulton Archive/Getty Images
Oscar Wilde, Schriftsteller und Poet
Rupert Everett bei der Berlinale 2018Pascal Le Segretain/Getty Images
Rupert Everett bei der Berlinale 2018
Rupert EverettWENN
Rupert Everett
Stimmt ihr Rupert Everett bei seiner Meinung zu Oscar Wilde zu?199 Stimmen
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Auf jeden Fall. Der Autor war eine sehr wichtige Person für die Schwulenbewegung.
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Ich glaube nicht, dass eine einzelne Person so viel bewirken kann.


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