Es war das Gesprächsthema der Echo-Verleihung. Die beiden Battle-Rapper Farid Bang (31) und Kollegah (33) wurden trotz der umstrittenen Texte auf ihrem Album "Jung, brutal, gutaussehend 3" mit dem Musikpreis ausgezeichnet. Speziell die Songzeile "mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" sorgte vor, während und nach dem Event für heftige Diskussionen unter den Gästen. Jetzt lud die KZ-Gedenkstätte die beiden Musiker zu einer Führung ein.

Wie der Vizepräsident des Komitees der KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau gegenüber dpa versicherte, habe man die zwei Musiker eingeladen: "Ein solcher Besuch der beiden Rapper wäre auch ein Signal an ihre vielen Fans", erklärte Christoph Heubner. Als besten Termin für den Besuch nannte er den 3. Juni, an dem auch deutsche und polnische Jugendliche vor Ort seien: "Kollegah und Farid Bang können gerne mit den Jugendlichen arbeiten und sich auch so der Geschichte und der Wirklichkeit von Auschwitz stellen." Zudem hofften die Überlebenden des Holocausts darauf, dass jeder Mensch dazu bereit sei, seine antisemitische Haltung abzulegen, fügte Heubner hinzu.

Damit nahm die Organisation direkten Bezug auf ein Interview des mehrmaligen Echo-Gewinners Marius Müller-Westernhagen (69). "Für Farid Bang und Kollegah wäre es vielleicht auch mal gut, wenn man sie durch das Lager Auschwitz-Birkenau führen würde", meinte der Künstler. Wegen des Eklats hatten mehrere Gewinner ihre Echos zurückgegeben und der Musikpreis in der bisherigen Form wurde abgeschafft.

Farid Bang im April 2018
Getty Images
Farid Bang im April 2018
Farid Bang, Rapper
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Farid Bang, Rapper
Marius Müller-Westernhagen in Erfurt 2005
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Marius Müller-Westernhagen in Erfurt 2005


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